12von12 oder :: “Mama, was ist nieseln?”

Mal wieder ein 12. des Monats. Lange hab ich keinen Einblick mehr hier in den Alltag gewährt. Ist auch gar nicht so aufregend, aber wer erwartet das auch von einem Alltag?

Der Tag begann viel zu früh weil ich heute die Schul- und Kindergartenrunde machen musste. Ich schnappte mir das Lastenrad und lud die zwei Kleinen ein, der große Le ist seit Freitag krank und hütet das Sofa.

“Es regnet!” rief Miniklein.
“Naja, es nieselt ein bisschen, gell?” rief ich von hinten.
“Mama, was ist nieseln?” fragte Frau Klein und ich musste lächeln. Ich war so gewöhnt an das Wort, die Tatsache und die Bedeutung, dass ich überhaupt noch nie darüber nachgedacht hatte wie man das beschreiben kann. Kinder sind wunderbar.
“Naja” begann ich. “Das ist so wie jetzt, wo so lauter winzige kleine Tropfen ganz leicht und leise auf die Haut fallen. Das ist nicht nass und man spürt sie nur so ganz zart, ein bisschen kitzelt das sogar.” Und während ich das sagte, hielt ich mein Gesicht in diesen Nieselregen und musste lachen, denn es kitzelte wirklich ein bisschen, es war sehr weich und gar nicht so unangenehm. Es ist schön, wie sehr Kinder einen in den Moment, in die pure Wahrnehmung holen können. Danke, für dieses Geschenk am Morgen!

Daheim erst einmal in Ruhe frühstücken und fake Dinkelkaffee trinken. Seit 3 Monaten esse ich streng morgens warmes Frühstück, meist ein Getreidebrei, heute war mir nach salzig und der Bub, der nebenbei ein paar Aufgaben nachholte für die Schule, schnappte mir auch gleich ein Ei weg… Den Kaffee lasse ich auch seit zwei Monaten weg. Hab nie geglaubt, dass man so leben kann.

Danach begab sich der große Le seit 3 Tagen das erste Mal wieder in sein Zimmer. Es ist unglaublich wie froh man ist, wenn die Kinder nur noch Fieber, und nicht mehr hohes Fieber haben. Und wenn sie sich wieder normal bewegen und nicht mehr nur dröge dreinschauen.

Lego City

Die Legowelt ist dabei nicht ganz allein seine. Das ist das, woran er und seine Freunde aus dem Haus seit dem Ende der Sommerferien bauen. Die wird stetig erweitert und umgebaut und neu gebaut… Ich bin total begeistert, fürchte mich aber auch ein bisschen davor, wie das nach Weihnachten aussehen wird… Die Wunschliste ist groß!

Ich hab währenddessen alte Wachsreste geschmolzen und neue Kerzen gemacht. Ist ja schade, wie viel Wachs oft übrig bleibt bei einer Kerze, das kann man gut wiederverwenden.

Und dann hab ich ein bissl was gearbeitet. Die Konzentration war nicht die beste, aber immerhin sind wieder ein paar Worte ins neue Buch geflossen. Dazu habe ich meinen neuen Online Kurs “Hand auf’s Herz” etwas weiter mit Input gefüllt.

Nach dem Mittagessen machte sich der Bub weiter an seine Schulsachen. Ein bisschen Mathe, ein bisschen Deutsch.

Und damit ließ ich ihn allein, weil ich zur Therapie musste. Er wollte das so, tagsüber findet er es toll, mal ein bisschen allein zu sein. Die Nachbarin habe ich trotzdem informiert und ihm gesagt, dass er jederzeit zu ihr und eigentlich auch zu jedem anderen Nachbarn gehen kann. Das ist schon toll so ein Haus, das auch diese Übergangszeiten zwischen “zu klein um ganz allein zu sein” und “zu groß für einen Babysitter” gut abgedeckt werden können. Hurra.

Dann also Therapie. Ich bin immer wieder erstaunt, welche Themen da aufkommen. Oder wie die Themen, die eh dauernd präsent sind, von verschiedenen Winkeln betrachtet werden können. Ich bin so dankbar für diese Therapeutin. Endlos dankbar. Auch wenn ich danach immer irrsinnig müde bin.

Am Heimweg sammelte ich dann gleich die kleinen Kinder wieder ein. Diesmal regnete es, das war kein angenehmer Nieselregen mehr. Aber daheim wartete ja eine warme Wohnung auf mich. Also Mütze auf und los.

Und noch ein Fake Dinkelkaffee. Mein Kindle. Und ein bisschen Kinderplüsch. Es ist so schön, wenn sie dann alle mal in ihr Spiel versinken.

Bin immer begeistert wie viel sauberer der Teppich auf den Fotos aussieht. Ähem.

Pferde, nichts als Pferde. Dieses Kind braucht eigentlich dringend Reitunterricht, dann wäre sie glücklich und ich glaube es täte ihr wirklich gut. Ich muss mich da mal kümmern…

Und ich konnte nicht lang stillsitzen. Als kreativer Mensch hat man ja oft das Dilemma, dass man Dinge nicht kaufen will, wenn man meint, man kann sie selbst machen. Und weil hier alle Kinder mittlerweile so verschiedene Termine haben, braucht es da mal einen schönen Familienplaner. Könnte man ja auch am Computer schnell schnell gestalten, aber Frau Hilmar hat da immer andere Ideen… lalala

Nächster Programmpunkt Abendessen. Heute mal mit selbstgebackenen Salzstangerln. Und Suppe, wegen dem November und dem Wetter und dem vielen Kaltsein. Und überhaupt, Suppe ist immer gut.

Der Rücken sagt nun, dass es dann mal wieder (mehr als) genug war für heute. Naja, drei Kinder noch ins Bett gebracht, dann hab ich Feierabend. Hurra.

Mehr 12von12 findet Ihr bei Caro von draußen nur Kännchen

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Comments

  1. Tobi says

    Hallo Nadine,
    ich war schon länger nicht mehr auf Deinem Blog und durfte heute feststellen, dass es wieder viele neue Beiträge von Dir gibt. Das freut mich sehr. Vielen Dank dafür.
    Da ich gesehen habe, dass Dir Kerzenreste auch viel zu schade zum wegwerfen sind, hätte ich noch einen kleinen Tipp für Dich, den wir vor ein paar Jahren entdeckt haben. Eine Keramikschale mit Glasfaserdocht, in der Wachsreste geschmolzen und verbraucht werden können. Falls Dich dass interessiert, kann ich Dir gerne den Link zum Hersteller schicken. (Ich wollte hier nicht einfach, ohne zu fragen, Werbung platzieren.)

    Viele Grüße
    Tobi

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