Trennung mit Kindern ::

Wichtig ist, dass sie die Liebe spüren

Es war hier länger ruhig und das hatte wohl auch seinen Grund. Es fiel mir nicht leicht hier irgendetwas zu schreiben ohne dabei zu erwähnen, wie sich die Lebenssituation verändert hat. Da das aber doch zu persönlich ist, um es hier auf dem Blog auszubreiten, wusste ich nicht, wie ich mögliche Blogartikel formulieren soll. Ich möchte ja aber doch gern weiter bloggen hier.

Deshalb erwähne ich es jetzt ohne große Umschweife und ohne viel darüber zu erklären. Vielleicht kommt das an anderer Stelle einmal, vielleicht aber auch nicht. Dazu ist es noch viel zu früh.

Tatsache ist jedenfalls, dass der Mann und ich uns getrennt haben und ich nun allein mit den Kindern lebe, er eine Wohnung hat nicht weit von uns und wir uns nun als getrennt erziehend bezeichnen. Zumindest ist mir das wichtig, weil ich mich nicht als Alleinerzieherin empfinde, weil er ja nicht auf und davon ist, sondern sich nach wie vor einbringt und die Kinder auch ihre Zeit bei ihm verbringen.

Und genau das ist mir nun wichtig: die Kinder und wie wir sie durch diese Situation und natürlich auch weiterhin durch ihr Leben begleiten können. Sie machen das erstaunlich gut mit gerade und ich glaube ein Grund dafür ist, dass sie weiterhin bekommen, was sie brauchen: Unsere Liebe, Zuneigung, Verständnis und Aufmerksamkeit. Wir sind ja weiterhin sehr für sie die, nur eben unabhängig voneinander und nicht gemeinsam. Dennoch werden ihre Bedürfnisse ernst genommen, werden sie von uns geliebt. Darüber hinaus ist spürbar, dass sie sich gegenseitig unterstützen. Sie sind zu dritt und das macht ihnen all das leichter, als wenn sie allein wären. So ist ein Wochenende beim Papa auch für Miniklein leicht zu machen, der sonst sehr viel an mir hängt. Aber da er die großen Geschwister bei sich hat, kann er leichter wechseln.

Dennoch ist es sehr früh und sicher werden noch Reaktionen von ihnen kommen. Auch unangenehme. Ich habe keine Ahnung, wie ich darauf reagieren werde, aber das muss ich jetzt auch noch nicht. All das braucht Zeit, auch wir Erwachsene brauchen Zeit mit der neuen Situation zurechtzukommen. Ich bin froh, dass wir da im Austausch sind, normal miteinander reden können und immer die Kinder im Fokus haben.

“Aber die armen Kinder” ist die typische Reaktion, wenn wir Menschen davon erzählen. Klar, mit drei Kindern trennt man sich nicht so leicht. Aber was haben Kinder davon, wenn es den Eltern oder einem Elternteil in der Konstellation nicht mehr gut geht? Nein, es geht uns auch weiterhin darum, dass die Kinder nicht arm sind, dass es ihnen gut geht, dass sie alles bekommen, was sie brauchen.

Und ich freue mich, wenn ihr mir von euren Erfahrungen berichtet. Man fühlt sich in so einer Situation schnell allein mit sich und seinen Gedanken, plötzlich sehe ich nur noch Paare und komplette Familien, obwohl ich ja gar nicht weiß, wie die zusammen gehören. Und wem es davon wirklich gut geht und wer glücklich ist, das ist immer eine andere Frage. Ich freue mich über Austausch mit Gleichgesinnten, egal ob Mütter oder Väter. Und ich bin froh, dass das jetzt hier raus ist, damit ich weiter in Ruhe bloggen kann, wenn mir danach ist.

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2 Antworten

  1. Liebe Nadine,
    Das ist ja wirklich schade. Ihr scheint das aber vorerst gut hinzukriegen. Viel Kraft euch allen und fühl dich gedrückt unbekannterweise. Ich mag deinen Blog sehr gerne und freue mich immer auf neue Artikel. Deine Offenheit finde ich inspirierend. Es ist eben nicht immer alles rosarot im Leben und muss es auch gar nicht sein. Natürlich ist das für die Kinder schwer, aber für dich (euch beide) bestimmt auch. Respekt für deinen Weg. Bleibt Gesund ;-D

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