IMG_5895Diese Woche gab es beim Frage-Foto-Freitag von Ohhhmhhh.de die Bitte die eigenen 5 Lieblingsbücher vorzustellen. Entdeckt habe ich das bei Tinas Tag, die das gleich mal aufgenommen und umgesetzt hat. Passt zum Bibliofreitag finde ich. Da es mir jedoch bei vielen Autoren schwer fällt meine Lieblingswerke rauszupicken, weil ich 2 oder 3 ihrer Bücher so mag, habe ich hier einfach meine 5 Lieblingsautoren gewählt und erzähle Euch warum. Passt ja wiederum auch zum Herbst. Vielleicht findet Ihr nämlich hier bissi Lektüre für die kuschligen Badewannenabende.

1) Pascal Mercier
Sowohl den “Nachtzug nach Lissabon” als auch “Perlmanns Schweigen” haben mich inhaltlich auf vielen Ebenen angesprochen.

“Wenn es so ist, dass wir nur einen kleinen Teil von dem leben können, was in uns ist – was geschieht dann mit dem Rest?” (aus Nachtzug nach Lissabon)

Hinzu kommt der wunderbare Schreibstil von Pascal Mercier der eigentlich Peter Bieri heißt. Er hat wesentlich mehr Bücher geschrieben, von denen ich allerdings nicht ganz so begeistert bin. Die beiden oben genannten habe ich jedoch sehr verschlungen und werde sie mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch noch mal lesen.
Dazu kommt wohl auch, dass ich Mercier mal in einer Lesung beim Edinburgh Book Festival gesehen habe und sehr angetan von ihm war. Ich stelle ihn mir nun immer ein wenig wie den Perlmann vor, weil ich überzeugt bin, dass ein Stück Autobiographie in jedem Buch steckt. Ich mag Perlmann als Figur sehr. Vielleicht deshalb.

2) Thomas Mann
Dass ich Mann liebe, habe ich ja schon im Biblio 06/13 erwähnt. Sätze, die sich über eine ganze Buchseite ziehen. Metaphern und Bilder, in denen man sich verlieren möchte. Ich habe sowohl “Die Buddenbrooks” als auch den “Zauberberg” angefangen, nie endgültig beiseite gelegt. Es sind für mich Bücher, die man ewig lesen kann, lebenslange Zeitgenossen quasi, auf die man gern zurückgreift, wenn Kälte und Dunkelheit das Land einfangen und die Tasse Tee eine passende Gesellschaft sucht.

3) Arno Geiger
Ihn habe ich entdeckt, als wir im deutschsprachigen Buchklub in Edinburgh beschlossen “Es geht uns gut” zu lesen. Ich war so ziemlich die einzige dort, die das Buch, die Handlung, den Schreibstil durchweg mochte. Mich sprach das Schreiben so mitten aus dem Leben heraus, aus dem Alltag heraus, einfach an. Trocken, nüchtern, manchmal etwas bedrückend, dann wieder humorvoll.
Das führte mich dann auch zum “Alten König in seinem Exil”, das ich mir in der Schwangerschaft als Hörbuch besorgte. Eine sehr traurige, aber gleichzeitig sehr herzerweiternde, aufatmende Geschichte um Geigers Vater und dessen Demenzerkrankung.

4) Sven Regener
Ich mag Element of Crime. Ich mag Regener. Und ich mag Lehmann. Ich gebe es zu, stehe dazu. Ich mag den trockenen abgehackten Schreibstil. Niemand, niemand kann Unterhaltungen zwischen mehr als 3 Leuten nachts am Tresen so bildlich, so grandios aufschreiben wie Sven Regener.  Tatsächlich halte ich “Herr Lehmann” für das Beste der Lehmann Trilogie. Die beiden anderen konnten meiner Meinung nach nicht ganz mithalten, waren dennoch unterhaltsam. Und ich freue mich nun auf das vierte Buch. Bin gespannt.

5) Ian Rankin
Eigentlich bin ich kein Krimifan. Aber Rankin hat mich mit seiner Rebus Reihe eingefangen. Hinzu kommt natürlich meine immer wiederkehrende Sehnsucht nach Schottland, nach Edinburgh. Mit Rankin und seinem Rebus kann ich durch diese graue Stadt und seine Umgebung pilgern, während ich in Wien auf dem Sofa liege. Traumhaft. Obendrein Rankins schottischer Humor und oft packende Stories, die das schottische Leben so verbildlichen, dass einem manchmal schlecht werden möchte.

 

Das waren sie – meine 5 liebsten Autoren. Was sind Eure? Könnt Ihr auf die Schnelle wirklich Eure 5 Lieblingsbücher aufzählen ? Dann her damit!

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