“Das Gras ist immer grüner auf der anderen Seite.”

tuerIch lade Euch heute zu einer kleinen Wahrnehmungsübung ein. Lest die folgende Bildbeschreibung zu einem Foto durch. Was für ein Bild entsteht in Eurem Kopf? Lasst Euch treiben von der Beschreibung. Klickt erst dann auf das Fragezeichen und schaut, wie das Bild, was ich Euch beschrieben habe, wirklich aussieht.

Der Himmel ist grau. Darunter ragen große Felsen in die Landschaft hinein. Manche scheinen, als wären sie vom Himmel direkt auf die Wiese gefallen. Und hätten sich dort nie mehr wegbewegt. Große kraterartige Löcher zieren den brachialen Felsen im Vordergrund. Tiefe Höhlen scheinen darin zu schlummern. Am unteren Ende vom Felsen kuschelt sich ein Haus unter die Gesteinswand. Das Dach aus Blech quetscht sich zwischen Fels und Holzfassade des Hauses. Eng wirkt es, bedrückend die Stimmung. Daneben gleicht ein mit Gras bewachsenes Haus einer Hobbithöhle ohne Tür. Rechts unterhalb des Felsens schauen zwei weitere Häuser mit Grasdächern in die weite Landschaft. Warten auf Besuch neugieriger Touristen. Zu wohnen scheint hier schon lange niemand mehr. Schmale Bahnen hellen Grüns rollen vom Felsen nach vorn ins Bild. Ganz hinten in der Ferne leuchten weißverkleidete Strohballen. Alles schläft in kühler Trübseligkeit.

IMG_9511Habt Ihr es Euch so vorgestellt? Was ist so ganz anders? Was genau gleich?

Das ist Wahrnehmung. Ganz individuell. Jeden Tag in jeder Situation anders. Und immer wieder eine kleine Erinnerung wert.

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