Steckhalma goes Spielplatz

Als ich klein war, spielte ich sehr gern Spiele allein. Kartenspiele, die andere heute am Handy spielen. Ich baute Kartenhäuser bis ins Universum. Und ich spielte Steckhalma. Ich liebte dieses kleine Plastikschächtelchen, das es in der DDR war. Mit kleinen roten Plastikfiguren. Zu klein für meine heutigen Finger, um ehrlich zu sein.

Als wir letztes Jahr in Schweden auf dem Spielplatz saßen, kam mir dieses Spiel in den Sinn und mit ihm die Sehnsucht danach das jetzt und hier zu spielen. Und dann sah ich die riesige Sandkiste. Und die am Boden liegenden Äste und Zweige. Und schon legte ich los und baute mir mein Steckhalma selbst.

Unlängst in Berlin, wo scheinbar alle Spielplätze mit Sand, statt wie in Wien mit Rindenmulch befüllt sind, alle Kinder ihrem Tun nachgingen und ich die Hände in den Sand vergrub, überkam mich wieder die Spielfreude. Und ich sammelte mir wieder 32 kleine Zweigstücke zusammen und baute mir mein eigenes Outdoor-Steckhalma.

Das ist ein recht einfaches Spiel. Man muss immer mit einem Stab einen anderen überspringen in ein freies Feld. Und den übersprungenen Stab nimmt man dann weg. Also fängt man Richtung Mitte an und hüpft in das einzige freie Feld.

Das macht man so lange in sämtliche Richtungen, bis nur noch einzelne Stäbchen über sind, die man nicht mehr weiterhüpfen lassen kann. Das Ziel ist natürlich, dass das so wenige wie möglich sind. Vorzugsweise nur eines.

Ich mag so simple Spiele, die man einfach in der Natur umsetzen kann, die nichts brauchen. Und sie sind immer eine wesentlich bessere Spielplatzbeschäftigung als das Handy.

Was treibt Ihr so am Spielplatz am liebsten?

Dieser Beitrag ist verlinkt bei Grünzeug – we love Green Stuff von den Naturkindern.

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