Krankes Kind. Vom Annehmen, Loslassen und Neustarten

Heute ist Sommeranfang. Eigentlich sollte heute hier hübsch und schön mein Sommer Achtsamkeitsbuch erscheinen. Kostenlos und als Auftakt in einen achtsamen Sommer. Stattdessen fand ich mich selbst in einer großen Achtsamkeitsübung wieder: Dem Annehmen dessen, was ist. Dem Loslassen von dem, was nicht geht. Und dem Neustarten zu einem Zeitpunkt, an dem sich wieder Fenster und Türen öffnen. 

Bis zum späten Vormittag werkelte ich immer wieder an dem kleinen feinen E-Book und entdecke immer wieder kleine Dinge, die noch gemacht gehören. Wollte loslegen und wurde anderweitig gebraucht. Beim Fieberkind auf der Decke. Kuscheln wollte es. Nur mit Mama sein. Jammern musste er. Denn bei Sommerhitze Fieber haben, haut auch den lustigsten kleinen Mann um.

Ich musste umdisponieren. Kinderarzt anrufen. Frau Klein vom Kindergarten so abholen, dass sich ein möglicher Arztbesuch ausgeht. Aufs Handy schauen und auf eventuelle Meldung aus der Schule warten. Die hatten bei der Hitze einen Ausflug geplant und ich war nicht sicher, ob sie ihn auch durchziehen würden. Ich musste… Und musste… Und merkte bald: Ich kann nicht. Nichts geht. Das Kind braucht mich. Vor allem immer dann, wenn ich am meisten müssen wollte. Und unter den Bedingungen ging weder müssen noch wollen.

Ich ließ alles fallen. Klappte den Laptop zu und beschloss: Sommeranfang ist ein toller Zeitpunkt für ein kleines E-Book zum Sommer. Sommerferienanfang aber auch. Der ist nächste Woche. Bis dahin habe ich wieder mehr von dem, wovon ich gerade nicht genug habe: Zeit.
Und der erste Stress fiel ab. Wie leicht ich mich fühlte!

Am Abend der letzte mbsr Kurstermin. Bedeutet immer: Der Liepste muss pünktlich nach Hause. Ich muss pünktlich die Kinder so versorgt haben, dass vorzugsweise eines im Bett ist, die anderen auf dem Weg dahin. Und das mit Fieberkind. Und dann der ganze Abend im Kurs, mich selbst fragend, ob es dem Kind gut geht (sicher), ob alles läuft (natürlich) und wann ich denn das Geschenk für den morgigen Kindergeburtstag… Aus! Kurstermin abgesagt. Ja, mbsr kann entspannend wirken. Vor allem nach so einem Tag. Aber nicht, wenn ich dabei völlig angespannt und abgehetzt im Kurs sitze. Nein, dann gar nicht. Selbstfürsorge war das Thema der letzten Woche. Selbstfürsorge ist für mich heute: Gut auf mich achten, spüren, was mir zu viel ist. Innehalten. Annehmen. Loslassen. Neue Energien suchen. Auftanken. Neustarten.

Und plötzlich war ich leichter. Ruhiger. Und wieder eines: achtsamer. Ich konnte mich auf die Kinder konzentrieren. Die brauchten das dringend. Nicht nur das kranke. Ich hatte einen wunderbaren Abend mit ihnen, auch wenn sie mir mittendrin das Bad unter Wasser gesetzt haben.

Und jetzt werde ich nur noch ein paar kleine Dinge tun und ein wenig meditieren. Und hoffen, dass es dem Fieberbaby morgen wieder besser geht. Und das kostenlose Sommer Achtsamkeitsbuch gibt es nächste Woche. Versprochen. Bis dahin gibt es als kleinen Vorgeschmack die Sommerferienideenliste. 50 Tips und Ideen, was Ihr im Sommer mit den Kindern tun könnt. 50 Dinge, die

  • Freude bereiten
  • achtsam in den Moment zurück holen
  • beruhigen
  • uns aus unserer Komfortzone herausholen
  • für jedes Wetter etwas bieten
  • auch kleine Herzen erfreuen
  • wenig Geld kosten
  • oder einfach nur zum Sommer dazugehören.

Viel Freude damit und Alles Liebe,

Nadine

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Comments

  1. Danke wieder mal für die wunderbaren Worte – ich war heute den dritten Tag mit Fieber-Kind daheim, und übe auch jeden Tag wieder dieses Annehmen-Loslassen…. und es tut gut, deine Gedanken dazu zu lesen, und es noch bewusster für mich zu machen! Gute Besserung, guten Schlaf, und gute Tage! lg Elisabeth

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