Advent

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Wenn Ihr in dieser eigentlich so besinnlichen Zeit doch immer wieder im Shoppingtrubel landet, im Einkaufszentrum, auf Straßen oder Märkten,

Wenn Eure Nase nicht mehr weiß wohin zwischen Zimt und Langos, Nelken und Orangen, Euer Geschmack und Gelüste Euch mehr befehlen als Eure Mägen das ertragen,

Wenn Ihr verzweifelt in Menschenmassen treibt, durch Angebote schielend das einzig wahre Geschenk zu erspähen, auf späte Eingebung hofft und am Ende erst recht wieder fragt: ist es das wirklich? Wird genau das gefallen?

Wenn Euch der Trubel schnell zu turbulent wird, Ihr Besinnlichkeit nicht mal mehr schreiben könnt und nur noch Bett und Decke als heiligstes Heiligtum am heiligen Abend ersehnt,

Wenn all das Blinken und Leuchten kein magisches Glitzern, sondern für die Augen nur mehr viel zu lautes Überblenden ist und Ihr die Dunkelheit eines isländischen Wintermorgens vermisst,

Wenn Geklingel und Geläute, jingelige Gesänge und Dauerschleifen aus müden Lautsprechern Eure Ohren beschallen, Eure Köpfe anzapfen, Ihr Euch auf die ausgestorbene Stille des Januars freut,

Dann,

Ja dann könnt Ihr, können wir, vielleicht erahnen, wie es wohl Säuglingen geht, kurz nachdem sie in diese Welt geboren wurden.

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