OLYMPUS DIGITAL CAMERANach und nach möchte ich hier im Spaß am Dienstag die Spielgeräte nach den Ideen von Emmi Pikler und Elfriede Hengstenberg vorstellen. Nicht, weil ich einen Vertrag mit den Herstellern habe (schön wäre das), sondern weil sie wirklich besonders und vielfältig sind.

 

Beginnen möchte ich heute einfach mit der Kiste. Eine Kiste aus Holz. Sonst nix. Was ist daran besonders, möchte man fragen. Aber diese Kiste kann so viel mehr.

Man kann sie ein- und ausräumen. Ein beliebtes Spiel bei den ca. 1-jährigen.

Man kann natürlich in sie hinein- und hinausklettern. Das tun Kinder vor allem dann, wenn sie die räumliche Wahrnehmung erforschen. Dann krabbeln sie auch unter Tische oder in offen stehende Schränke, verstecken sich in Nischen oder hinter Türen.

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Man kann die Kiste umdrehen und als Podest verwenden. Das ist für Krabbelkinder spannend. Hier üben sie das rauf- und runterklettern. Dabei kann man beobachten, dass wir Kindern nicht beibringen müssen, dass sie rückwärts irgendwo hinunter krabbeln müssen. Sie können das sehr wohl auch vorwärts. Das üben sie lange. Dann tasten sie sich langsam mit den Händen vor und verlagern ihr Gewicht Stück für Stück so, wie sie das brauchen. Das Umdrehen und rückwärts gehen, tun einige dann von ganz allein. Irgendwann.

Es ist somit auch eine gute Vorstufe für Treppen. Die sollte man sie mehr als 2-3 Stufen jedenfalls nicht vorwärts krabbeln lassen.

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Aber anstatt ihnen zu zeigen, wie sie da am besten runterkommen, sollte man die Treppen dann eher absperren und erst für sie frei offen lassen, wenn sie hinunter gehen können. Aber das Thema Treppen ist eigentlich ein ganz eigenes.

Das eben besondere an diesen speziell angefertigten Kisten ist, dass es dazu auch Rutschbretter zum anlehnen gibt. Diese bieten Möglichkeiten… na das muss ich wohl kaum erwähnen.

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Umgedreht kann man an das Podest auch die entsprechenden Rampen anbauen.

IMG_0145Die müsste man dann extra dazu kaufen. Lohnen sich aber wiederum sehr für Krabbelkinder und auch Kinder, die gerade das Gehen gelernt haben. Rauf und runter. Endloser Spaß, vor allem bei schlechtem Wetter und Energieüberschuss.

Tja, so ne Kiste ist nicht besonders günstig. Zumindest, wenn man die direkt bei den jeweiligen Herstellern (Basisgemeinde für Deutschland, Spielzeugmacher für Österreich) bezieht. Aber wer ne alte Holzschublade rumstehen hat, die einen ebenen Untergrund hat, der kann die ja rausstellen. Und wer das auch nicht hat- es tut auch ein handelsüblicher, (aber relativ flacher) Wäschekorb. Bei denen ist spannend zu beobachten, wie Kinder lernen mit den physikalischen Gesetzmäßigkeiten umzugehen. Denn so ein Wäschekorb kippt gern mal um, wenn man hinein- oder rausklettern will.

Die Kiste ist im Übrigen eine sehr langlebige Anschaffung. Denn später können Kinder darin ihre Lego- oder Playmobil Welten bauen. Man kann sie als sensorische Kiste verwenden und mit Bohnen, Linsen oder Mais füllen. Noch später, wenn die Kids etwas empfänglich für gewisse Regeln sind, kann man sie auch mit Sand füllen. Wunderschöne Vorschläge dazu gibt es hier.

Naja, und so eine Kiste ist im Wohnzimmer auch ein recht praktikables Möbelstück. Denn man kann sie abends einfach zum Sofa schieben und sein Glas Wein / Tasse Tee oder Bier drauf abstellen.

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Gute Nacht !

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4 Antworten

  1. Ach, ich brauch dringend eine größere Wohnung!!! :) Das Dreieck haben wir ja irgendwie noch reingequetscht, aber so eine Kiste geht sich leider nicht mehr aus. Werd ich wohl wieder online bestellen, dann kommt zumindest eine aus Papier und meine Frau Klein wird sich sicher auch darüber freuen (und mal unterm Tisch hervorklettern) :)

  2. ich glaube, wir müssen öfter mal zu euch rüber kommen:) die kisten und vor allem die rutsche erfreuen das kinderherz wirklich sehr!

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