Kurs(mit)gestaltung

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Schon lange trage ich den Gedanken an Geburtsvor und -nachbereitungskursebereitungskurse mit mir herum. Kurse, in denen es um alles, nur nicht die Geburt selbst geht.
Ich habe damals, während meiner ersten Schwangerschaft, einen „normalen“ Geburtsvorbereitungskurs besucht und dabei den Fokus auf den Umgang mit diesem winzigen Menschen, für den ich volle Verantwortung tragen soll, vermisst. Stattdessen schien mir der Gedanke an Gebärpositionen, Hocker und Wasserbäder zu abstrakt. Atmen, Entspannung – all das schön und gut. Aber was dann? Was, wenn all das geschafft ist?

Es ist wohl ungelogen, dass viele Eltern dann in eine kleine oder auch große Überforderung geraten. Gepaart mit Schlafmangel und evtuellen Geburtsverarbeitungen.

Ich möchte dem etwas gegenwirken und eben in Abenden mit werdenden Eltern Dinge wie Schlafen, Stillen, Entwicklungsschritte, Veränderungen der eigenen Person/Partnerschaft und vieles mehr besprechen. Weil ich glaube, dass es – abseits der Dinge, auf die man sich schlichtweg nicht vorbereiten kann – vieles gibt, was hilfreich ist zu wissen. Von dem es gut tut zu wissen: das ist normal und: Wir sind nicht allein! Dinge, über die ich mir im Vorfeld mit dem Partner Gedanken machen kann, nicht erst, wenn wir mittendrin stecken und mangelnder Schlaf, Energielosigkeit und Stress womöglich zu Streit führen.

Und hier seid Ihr gefragt. Natürlich habe ich viele Ideen und Gedanken. Aber was meint Ihr wäre gut zu wissen und zu besprechen? Was hättet Ihr Euch gewünscht oder was würdet Ihr Euch von so einem Angebot erwarten? Schreibt mir, denn ich möchte natürlich die wahren Bedürfnisse treffen.

Erzählt mir auch, was Ihr Euch von so einem Kurs nach der Geburt wünschen würdet! Um auch denen zu begegnen, denen all das vorher doch zu viel, zu abstrakt ist und die dann eventuell im Sein mit Fragen konfrontiert sind.

Den ersten Kurs wird es in Wien Anfang März geben, das Konzept hier präsentiert, sobald der Termin bestätigt ist.

Ich freue mich auf Eure Inputs und auf spannenden Austausch!

Alles Liebe,
Nadine

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Spaß 01/14 – Ringe und Scheiben

Willkommen zu einem neuen Jahr „Spaß am Dienstag“. Die Reihe hat nicht nur mir, sondern den Reaktionen nach auch Euch Freude bereitet, also werde ich sie fröhlichst weiterführen.

Wir sind ja nun endlich am Ende einer Umzugsodyssee. Es ist gar nicht so leicht dabei, so mitten im Chaos, den Überblick zu halten, die Kinder bei Laune und beschäftigt und vor allem die Wohnung Kindersicher zu halten. Schrauben, Dübel, Akkubohrer… all das bleibt schnell mal für nur einen Augenblick wo liegen und zack… Aber es haben sich mitten im Chaos auch schöne Momente ergeben.

Während unsere Küche gebaut wurde und wir beschlossen, dass wir unsere Griffe der Küchenschränke ohne die zugehörigen Unterlagsscheiben montieren wollen, blieben so pro Griff 2 Scheiben und damit in Summe 52 kleine klimpernde Scheibchen über.

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In eine Metallschale geschüttet fand sich hier ein wundervolles lustig klimperndes Spielzeug für Klein aber auch Groß. Denn die Scheiben sind für die Kleinen (ca. 1 Jahr) gerade richtig zum Ein- und Ausleeren, eine Tätigkeit, die sie in dem Alter besonders mögen.

 

 

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Später kann man die Scheiben als Spielgeld verwenden. Die inneren Löcher machen aus ihnen ein glänzendes Fädelspiel. Und ich bin mir sicher, dass die Kinder auf noch viel mehr Ideen kommen, was sie damit anstellen können.

 

 

Nun müsst Ihr Euch natürlich nicht unzählige Griffe kaufen, um an die Scheiben zu gelangen (obwohl natürlich die Kinder wiederum mit den Griffen tolle Spiele erfinden würden :)), sondern könnt im Baumarkt auch ganz einfache Unterlegscheiben in rauhen Mengen besorgen. Denn natürlich – die Menge macht’s mal wieder. Die Menge lässt es klimpern und rasseln, schütten und streuen.

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Genauso wie Scheiben sind auch Ringe ein Material für Kinder aller Altersklassen.

Bevor sie sich wirklich für Stapeltürme und Zählspiele interessieren, kann man die Ringe auch lose im Korb anbieten.

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Einfache Holzringe für Vorhangstangen (unbehandelt!!) sind nicht nur beim Zahnen ein Hit. Genauso wie die Vollgummiringe, mit denen sowohl Frau Klein (fast 1) als auch Herr Klein (fast 4) gern spielen.

Schaut Euch um, im Haushalt, im Baumark oder in vorhandenen Spielzeugen – da findet sich sicher so einiges, was kleinen und großen Händen, Füßen und Köpfen Freude bereitet.

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Verstehen und Sehen

IMG_7262Was für ein Umzug!! Seit zwei Wochen sind wir nun im Räumungswahn. Leben im neuen Heim und versuchen nach und nach alles wohnlich zu richten. Wir improvisieren wo wir müssen und schieben, schrauben und entpacken. Ein Chaos, dem wir scheinbar hinterherlaufen. Und mittendrin die Kinder.

Egal mit welchen benachbarten Eltern ich rede, alle sind irgendwo mit den Nerven durch. Weil die Kinder so… ja so anstrengend, so neben sich, so außer der Spur sind. Weil sie wüten und toben und alle auf ihre eigene Art und Weise zeigen, dass ihre Welt Kopf steht und sie das erst verarbeiten müssen.

Das einzige, was wir da als Eltern wirklich tun können? Verstehen. Verstehen, dass die Welt der Kinder Kopf steht. Dass all das, was sie sich bisher in ihrem Leben mühsam zurechtgerückt haben, plötzlich nicht mehr da ist. Komplett gelöscht und an einem neuen Ort verrückt und verschoben neu aufgebaut. Anders.

Eines Abends, als der Liepste die schreiende Frau Klein versorgte, begann Herr Klein derweil mit zwei Schraubenziehern gegen die niegelnagelneue Wand zu hämmern. Mit der Schraubseite versteht sich. Der Liepste war ganz außer sich. Wie er denn auf so Ideen kommen kann? Wie er sowas machen kann? Dabei liegt die Antwort viel näher: wir schrauben und bohren den ganzen Tag, klopfen die Dübel in die Wand. Er sieht. Macht nach. Es ist nicht dieser eine Moment, den wir verstehen müssen. Es ist die gesamte Situation, der Umzug, den er versucht zu verstehen, nachzuvollziehen. Also beobachtet er. Ganz genau. Mehr als wir bemerken. Und macht dann quasi mit. Unwissend, dabei Schaden anzurichten. Wir können ausflippen und schimpfen. Wir können aber auch einfach nur verstehen (und erklären).

Aber nicht nur bei Umzügen gilt dieses Verstehen. Sondern eigentlich immer. Wir Eltern sind viel zu oft versucht Dinge gerade zu rücken und zurechtzubiegen, bevor wir überhaupt verstehen. Bevor wir sehen, was mit unseren Kindern gerade passiert, wo sie stehen im Leben und in ihrer Entwicklung. Wer um sie herum wütet und tobt und eigentlich selbst gestresst und genervt den Tag durchwandert (wir etwa??).

Und selbst wenn wir es wissen, wenn wir verstehen und sehen, ist es nicht immer leicht, diese Momente oder Phasen zu ertragen. Entsprechend zu handeln oder zu reagieren. Gelassenheit zu behalten oder wiederzufinden. Aber es hilft uns vielleicht den Fokus wegzulenken vom Richten wollen, vom ändern wollen, von der Harmoniesehnsucht. Und das ist vielleicht der viel wichtigere Schritt. Erst mit dem Verständnis und der Akzeptanz der Gesamtsituation können wir zu genügend Ruhe gelangen um dann eine wirkliche Veränderung herbeizuführen, glaube ich.

Ich wünsche Euch allen ein wundervolles Jahr mit Euren Kindern. Mögen sie lachen, kreischen und wüten – macht mit! Versteht und seht und wenn Ihr Euch gar nicht mehr rausseht: schließt einfach mal die Augen. Denn wenn nichts mehr hilft, kann nichts tun auch nicht viel hinrichten. Alles Liebe !

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