Was unsere Kinder uns sagen wollen

Was unsere Kinder uns sagen wollen, sprudelt selten durch Worte aus ihnen heraus.

Es tapst nachts leise in unser Schlafzimmer und schlüpft unter unsere Bettdecke.

Es bleibt unberührt auf dem Teller liegen.

Es fliegt in hohem Bogen durch das Wohnzimmer. Trifft uns nicht selten schmerzhaft.

Es quietscht, kreischt oder saust in sonstigen Tonlagen um unsere Ohren, nach einer Umrundung unseres Kopfes tief ins Trommelfell hinein.

Es klatscht hüpfend kleine Hände aufeinander.

Es zeigt mit großen runden Augen und ausgestrecktem Finger in die Ferne.

Was sie uns sagen wollen, ist nicht immer greifbar oder verständlich.

Es breitet sich nachts nass auf ihrem Bettlaken aus.

Es hinterlässt Beißspuren auf unserem Arm. Oder dem anderer Kinder.

Es schubst, zwickt und kratzt die, die gerade wehrlos in der Nähe sind.

Es fließt in tausenden glitzernden Tränen über ihre Wangen.

Was unsere Kinder uns sagen wollen, wissen sie manchmal selbst nicht so genau.

Es zerrt, drückt und schiebt an ihren Kleinen Körpern herum, dass der sich biegt und windet.

Es wird mit Fäusten in den Boden geprügelt, mit dem Kopf an die Wand geschlagen.

Es nimmt abends leise unsere Hand und hält sie sich auf die Wange.

Es drückt rotztriefende Bussis auf unseren Mund.

Was unsere Kinder uns sagen wollen ist versteckt in unserem Alltag. Es lauert da, wo wir es lange nicht wahrnehmen. Hinter offenen Türen. Liegt offensichtlich vor unseren Füßen, dass wir darüber stolpern. Was es braucht ist Aufmerksamkeit und die Bereitschaft, offen und interessiert ihr Verhalten verstehen zu wollen. Dann können wir hören, lesen und lernen. Erfahren und entdecken. Und aus dieser gemeinsamen Reise eine spannende Abenteuerfahrt machen.

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