Lachen

Zaubertagebuch :: kleine Geschenkidee (auch für dich selbst)

Es gibt ja Menschen, denen möchte man gar nicht viel schenken im materiellen Sinne. Aber eine Aufmerksamkeit, eine kleine Freude, etwas das zeigt: Danke, dass es Dich gibt in meinem Leben. 

Für solche Anlässe gibt es in Klimbimgeschäften viel Zeug. Zeug, das niemals sagen kann, was wir ausdrücken wollen. Zeug, das irgendwann einstaubt, herumsteht oder gar weiterwandert. Und weil ich kein Fan von Blumen bin, bei Schokolade gern mal die falsche Sorte ziehe, schenke ich lieber das, was ich am besten beherrsche: Worte. Das müssen aber nicht meine Worte sein, das können die Worte des Beschenkten sein.

In einem kleinen Zaubertagebuch zum Beispiel kann der- oder diejenige Momente des Tages einfangen und notieren, die diesen Tag besonders gemacht haben. Die ein Lächeln gezaubert haben. Die Sonne hinter den Wolken ahnen ließ. Die Wärme ins Herz getragen haben…

Mit so einem Büchlein schenkt man ja auch viel mehr als ein kleines Heftchen aus Papier. Man schenkt Zeit und kleine Glücksmomente. Weil man sich für die Notizen zurückbesinnt auf diese kleinen Augenblicke. Weil man das Glück, den Zauber, den Moment noch einmal erlebt. Das Gefühl noch einmal sanft streicht.

Es kann auch ein Dankbarkeitstagebuch oder Glücksmomentebuch. Mir gefiel nur der Titel Zaubertagebuch so sehr. Und natürlich kannst Du es Dir auch selbst schenken.

Und nein, man muss dieses Büchlein auch gar nicht selbst binden und gestalten. Es gibt viele hübsche kleine Blanko Notizbücher die man entsprechend beschriften und deklarieren kann. Ich binde sie nur gern selbst weil mir das Spaß macht.

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Was, nur ein Geschenk ?

Letztes Jahr wünschte sich Herr Klein ganz dringend und unbedingt eine Ritterburg zu Weihnachten. Nun, eigentlich wünschte er sich den gesamten PM Katalog, schrieb immer wieder in fleißiger Fleißarbeit sämtliche Produkttitel auf Papiere. Aber die Ritterburg, die war besonders wichtig. Und so kauften wir eine Ritterburg. Nicht die Löwen- und auch nicht die Falkenritterburg. Nein, wir besorgten so eine alte, die es nicht mehr gibt. Die ist schöner und größer und flexibler. Und die stand dann unterm Weihnachtsbaum. Oder Christbaum. Jedenfalls stand da eine geschmückte Tanne mit Ritterburg drunter.

Und Herr Klein stand vor dieser Tanne und sah die Burg. Und dann sagte er: „Und was ist da drin? Und da?“ und deutete auf die vielen anderen kleineren Geschenke, die sich da noch angehäuft hatten. Und alles, was für ihn war, riss er auf. Und dann fragte er: „Und was kann ich noch aufreißen?“ Und irgendwann gab es nichts mehr aufzureißen und dann schaute er ein wenig herum. Und der Liepste und der Opa bauten dann mehr für als mit ihm die Ritterburg auf.

Wir waren entsetzt. Verärgert. Wütend.

Natürlich, zum Teil war das unsere Schuld. Wir hatten das so einreißen lassen. Hatten selbst noch Zeug gekauft zu der Ritterburg. Hatten Oma und Opa und Hinz und Kunz noch Geschenke kaufen lassen. Und alles lag dann da unter dem Baum. Und ich kenne das von früher. Da kam Oma immer mit Wäschekörben voll Zeug rein. Päckchen und Geschenke überall. Großes Gelage. Viel Zeug. Viel zu viel Zeug. In einem Jahr bekam ich außerdem ein Puppenhaus. Das war das allertollste. Ich hatte es mir gewünscht. Und ich erinnere mich an kein anderes Geschenk in diesem Jahr. Nur an mein lang ersehntes Puppenhaus. Und die Puppe auf dem Klo, die mein Opa da in diesem Haus so drapiert hatte. Was haben da alle gelacht. Das war schön. Daran erinnere ich mich. Warum brauchen wir immer viele tausend Geschenke zum Glücklichsein?

xmas

Das ganze Jahr über habe ich ausgemistet. Immer wieder. Schritt für Schritt. Die Kinder haben so einiges. Ob es zu viel ist? Manchmal glaube ich ja, manchmal halte ich es für überschaubar und im Rahmen. Aber mehr sollte es nicht werden.

Und nun ist schon wieder Weihnachten. Noch vier mal schlafen. „Und dann kriegen wir viele Geschenke!“ sprach Herr Klein gestern. Ich hielt inne. Ich hatte ihm schon einmal gesagt, dass es heuer nur ein Geschenk für jeden gibt. Ein einziges. Hatte er wohl nicht ernst genommen. „Nein, es gibt nur ein Geschenk.“ sagte ich. Mit großen erschrockenen Augen schaute er mich an. Dann grinste er. „Nein, viele.“ Ich blieb klar. „Nein, jeder bekommt ein Geschenk.“ Er grinste noch immer, wurde aber unsicherer. Er kennt mich. Kennt meine Mimik. Weiß allmählich, was ernst ist, was Spaß. Ich erklärte: „Letztes Jahr, da habt Ihr so viel bekommen, dass Ihr alles nur aufgerissen habt, aber was drin war, war Euch egal. Heuer gibts nur ein Geschenk. Das reicht.“ Er wurde etwas verlegen. „Aber Miniklein, kriegt der viele Geschenke?“ – „Nein, der kriegt auch nur eins.“ – „Und Frau Klein?“ Die kam grad ins Zimmer und rief: „Ich bekomme auch ein Geschenk von Christkind!“ Ich nickte. Genau. Ein Geschenk. EINES.

„Du bist ein Schwein!“ rief Herr Klein. „Und Du bist wütend.“ antwortete ich. Er übt sich im Schimpfen im Moment. Das macht die Schule.

Ich freue mich auf Weihnachten. Er bekommt ein Geschenk. Ein sehr großes aus Lego. Frau Klein bekommt ein Geschenk. Auch ein großes. Und Miniklein bekommt ein Geschenk. Und dann will ich in Ruhe mit den Kindern und ihren Geschenken spielen. Dann will ich mit ihnen lange aufbleiben und Faxen machen. Dann will ich mit ihnen Tage ohne Arbeiten und Müssen verbringen. Einfach so ganz gemütlich nur wir. Das Jahr war anstrengend. Wir sind alle etwas aus dem Ruder. Wir brauchen uns und Zeit miteinander. Ohne sollenmüssen. Nur wollendürfen. Das soll Weihnachten sein. So stell ich mir das vor.

Habt es glitzernd und bunt Ihr Lieben!

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Urlaub mit Kindern – erholsam ist anders. Oder?

BildIn einem Monat fliegen wir für 3 Wochen nach Amerika. Jawohl. Nicht wirklich der Urlaub, den man sich mit kleinen Kindern erholsam und angenehm vorstellt. Und sicher sind wir eigentlich auch eher überzeugte Bauernhofurlauber. Aber es gibt viele gute Gründe für diese Reise und schlussendlich geht es bei einem Urlaub mit Kindern nicht nur um das Ziel, sondern um ganz andere Werte.

Ich bin bei den Überlegungen und Plannungen der Reise auf so einige Gedanken zum Thema Urlaub mit Kindern gestoßen, die ich heute mit Euch teilen möchte.

1 – Urlaub war früher. Jetzt gibts Urlaub.
Das Wort Urlaub steht für Entspannung und Erholung. Für Spaß und Energietanken. Für Freizeit und in den Tag hineinleben. Ausschlafen. Nichtstun. Gutes Essen und schöne Erlebnisse.
Als Eltern von Kleinkindern können wir uns von einigen dieser Begriffe verabschieden. Das hilft, die Messlatte herabzusetzen. Denn Kindern ist es egal, ob wir Urlaub haben oder nicht. Sie schlafen so wie immer oder ganz anders, aber nicht unbedingt durch oder aus. Wer mit Kindern in den Urlaub fährt, um sich zu erholen, um auszuspannen und auszuschlafen, wer in Ruhe und ausgiebig Essen gehen möchte und drei Bücher lesen, der kann bitter enttäuscht werden.
Stattdessen darf Urlaub mit Kindern als eine Möglichkeit angesehen werden, wieder zum Wesentlichen zurückzukehren. Momente zu genießen. Qualitativ wertvolle Zeit miteinander zu verbringen. Füreinander da zu sein. Urlaub ist eine Chance, um wieder in ein vom Alltag gerostetes Gefüge zurückzufinden. Nutzen wir sie.

2 – Alle Bedürfnisse wahrnehmen
Nur weil es Kindern womöglich am Bauernhof gefällt, heißt das nicht, dass ich nun ewig auf ein Urlaub am Meer oder in den Bergen verzichten muss. Es gilt viel mehr Kompromisse zu finden. Zu schauen, wo alle Bedürfnisse wahrgenommen werden. Wir waren letztes Jahr am Bauernhof und natürlich möchte Herr Klein dieses Jahr und immer und immer wieder dort hin. Er kennt aber auch nicht viel anderes. Er wird sicher auf der Reise in und durch die Staaten ebenfalls viel spannendes erleben und wer weiß, womöglich möchte er nächstes Jahr lieber mit dem Flugzeug wohin, anstatt auf den Bauernhof.
Und nur, weil es oft heißt, dass Städtereisen mit Kindern anstrengend sind, muss man nicht darauf verzichten. Wichtiger ist nur zu erkennen, was ich in einer Stadt mit meinen Kindern anfangen kann, was möglich ist und was schnell zu viel wird.

3 – Absprachen
Ich finde es besonders wichtig, dass man vor dem Urlaub schon klar kommuniziert, was die eigenen Erwartungen sind. Möchte ich gern wandern, will ich eine bestimmte Sehenswürdigkeit sehen, möchte ich gern Zeit für mich haben um ein Buch zu lesen oder zu schreiben, ist es mir wichtig hin und wieder auszuschlafen? Wenn man das im Vorfeld auf den Tisch legt, kann man überlegen, was davon man wie in den Urlaubsalltag integrieren kann. Ich weiß zum Beispiel, dass diese Reise sich viel nach dem Liepsten richten wird. Weil es seine Familie ist, die wir hier und dort besuchen und überhaupt ein Stück seiner Vergangenheit. Dennoch habe ich mittlerweile auch gewisse Erwartungen, die wir absprechen müssen. Und zwar bevor wir drüben im Mietauto durch die Gegend reisen.
Aber auch mit den Kindern kann man sich absprechen. Welche Vorstellungen sie haben. Was sie sich wünschen. Was ihnen wichtig ist. Wir werden erstaunt sein, was dabei rauskommt.

4 – Entspannung & Flexibilität
Sagte ich nicht, dass Entspannung womöglich nicht an erster Stelle steht im Urlaub mit Kindern? Richtig. Dennoch kann ich mich selbst entspannen. Kann Erwartungen loslassen. Kann Vorstellungen umkrempeln und Routinen und alteingesessene Abläufe daheim lassen. Auch im Urlaub darf ein Tag nicht perfekt laufen. Auch im Urlaub darf mal jemand schlechte Laune haben. Wenn wir immer gleich denken „Na super, und das im Urlaub.“, werden wir selbst nicht sonderlich viel Freude empfinden und verbreiten. Nehmen wir den Druck von diesem einen Jahresurlaub, der perfekt sein muss und gleichzeitig die Energietankstelle fürs ganze Jahr. Urlaub darf auch schief gehen. Vor drei Jahren fuhren wir mit Herrn Klein nach Kroatien Zelten. Direkt am Meer. Es war idyllisch und kinderfreundlich. Aber es war heiß und das Meer hätte Herrn Klein nicht egaler sein können. Er hatte keinen Bock auf den kiesigen Strand und noch weniger auf das Wasser. Eines Nachmittags brachen wir das ganze ab und fuhren zurück ins Burgenland zu den Großeltern. Dort verbrachten wir einfach noch ein paar ruhige Tage.
Auch hinsichtlich des Essens sollten wir uns entspannen. Wenn Kinder zwei Wochen lang das Gleiche wollen, weil sie das probiert haben und es ihnen schmeckt – so sei es. Wenn sie fertig sind – lassen wir sie spielen gehen. Es gibt nichts Langweiligeres für Kinder als satt am Tisch zu sitzen. Wir Erwachsene haben da auch keine Freude an ihnen.
Im Urlaub darf man viele Prioritäten verschieben, ohne Angst haben zu müssen, dass sie sich einschleichen und bleiben. Auch Kindern ist bewusst, dass Urlaub anders ist.

Ja, wir dürfen Pläne haben. Und Ideen. Unzählige Ideen. Aber wir dürfen auch alles über den Haufen werfen und neue brüten. Oder gar nichts brüten, sondern einfach nur sein. Den Moment genießen. Von eigens auferlegten Vorgaben absehen und sich dem Lauf der Dinge fügen, macht uns alle entspannter. Letztendlich zwingt uns das Wetter ja oft zur Flexibilität. Aber auch (krankheitsbedingte) Ausfälle oder sonstige Pannen. Der Liepste hat auch schon auf der Radtour durch Island Fieber bekommen und wir mussten pausieren und die Route ändern. Viele neue und schöne Dinge können sich da ergeben. Wenn wir uns darauf einlassen können.

5 – Weniger ist mehr
Es braucht nicht jeden Tag ein neues Vollzeitprogramm. Es braucht keine Dauerbespassung und ständige Action. Die Umstellung auf eine neue Unterkunft, neue Umgebung, neues Essen und womöglich neue Zeitzonen kosten Kinder genug Energie. Wir müssen sie nicht jeden Tag neu fordern und ihnen Spannung und Unterhaltung bieten. Oft sind wir bestrebt, die Kinder auszupowern, damit sie am Abend gut (ein)schlafen. Doch powern wir uns so alle aus und sind am Ende womöglich noch erschöpfter als vorher. Die Kinder zeigen uns, wann sie genug haben. Auf ihre Art und Weise. Es tut gut, die Signale zu erkennen. Der Liepste tendiert auch dazu, alles mögliche in kurze Zeitspannen zu pressen. Ich muss ihn da oft (schon im Vorfeld) stoppen. Denn auch er ist dann schnell gestresst und überfordert. Und dann wird Urlaub das, was wir so schon täglich haben.

6 – Den Kindern folgen
Wenn wir unsere Kinder gut beobachten, wenn wir ihre Anzeichen gut erkennen, dann können wir eine gute Zeit miteinander verbringen und genießen. Überreizung oder Langeweile. Große Freude oder elternbeglückendes Mitschwimmen. Was immer wir erkennen – nehmen wir es ernst und nicht persönlich. Dann haben wir auch die Chance, diesen Urlaub das werden zu lassen, was er sein soll – genußvolle, gemeinsame Freude.

Wo fahrt Ihr in den Urlaub hin? Oder seid Ihr schon wieder da? Was sind Eure Erwartungen oder Vorstellungen? Und welche Geheimtips habt Ihr, damit der Urlaub wirkliche freudvolle Zeit wird? 

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