Regen

Spaß 20/14 – Elfchen

Eine liebe Nachbarin hat mir neulich von einem ihrer täglichen Schreibübungen aus einem Schreibkalender erzählt – den Elfchen. Daraus ist für mich eine völlig neue aber wundervoll poetische Art „Tagebuch“ geworden.

Ein Elfchen ist wie folgt aufgebaut:

Wort
Wort Wort
Wort Wort Wort
Wort Wort Wort Wort
Wort

Klingt erst einmal ziemlich unspektakulär. Die Aufgabe war nun, täglich zu einem freudigen Ereignis ein Elfchen

zu schreiben. Das soll man laut dieser Übung 30 Tage lang machen, weil sich dann diese immer wieder hervorgezauberte Freude, dieses Bewusstmachen eines freudigen Momentes über so lange Zeit, auf die Grundstimmung überträgt. Und man so schlichtweg ein weniger freudiger wird. Und das war es wohl, was mich als erstes gereizt hat. Ich habe mich also an dem Tag hingesetzt, und mein erstes Elfchen geschrieben.

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Danach war ich komplett begeistert. Nun macht es mir große Freude jeden Abend zu überlegen, was ein freudiger Moment war. Das ist nicht immer so leicht, wie es klingt. Denn es gibt ja schließlich so Tage… Dennoch auch aus diesen Tagen ein wenig Freude herauszukitzeln, ist schon etwas Besonderes. Dieses dann in „Elfchen-Form“ aufzuschreiben, macht gleich wieder Freude. So wird ein alltäglicher Tagebucheintrag nicht nur festgehalten, sondern poetisch untermalt. Und das gefällt mir sehr. Und der Tag geht etwas kreativ zu Ende. Auch das mag ich.

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Ich schreibe nun jeden Abend als „letzten Akt“ vorm Schlafengehen mein Elfchen auf ein Stück A6 Papier. Am Ende des Monats möchte ich diese mit dem Japanese Binding zusammennähen.

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Das Ganze dann Monat für Monat weiterführen. Eine wunderbare Art freudige Momente zu sammeln, wie ich finde.

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