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Schnuller und Daumen – Einen wichtigen Begleiter verabschieden. Aber wie?

IMG_0020Wie im Artikel übers Zähneputzen erwähnt, hatte die Zahnärztin neulich angedeutet, dass es allmählich an der Zeit wäre, das Thema Daumenabgewöhnen anzugehen. Mir gefiel dabei, dass sie uns keine Panik machte oder belehrend erzählte, welche Auswirkungen das weitere Daumenlutschen haben könnte. 

Denn natürlich sind wir uns denen bewusst. Wir wollen diese Aussage auch nicht komplett ignorieren. Genauso wenig wollen nun Hals über Kopf Herrn Klein den Daumen wegschnappen. Was ja so einfach auch nicht geht. Eltern, die sich für den Schnuller für ihre Kinder entscheiden haben ja oft die Begründung, dass dieser eben so viel einfacher abzugewöhnen sei. Fakt ist jedoch – beides, sowohl Schnuller als auch Daumen, sind etwas, was wir den Kinder angewöhnt bzw. nicht unterbunden haben. Und das ist auch in Ordnung. Manche Kinder haben ein größeres Saugbedürfnis als andere und nicht jede Mutter kann oder will diesem ausschließlich mit ihrer Brust gerecht werden. Es ist allerdings nicht in Ordnung, dass wir unseres Kindern eben noch eine Angewohnheit überlassen haben, die wir ihnen dann plötzlich wieder entziehen wollen. Nur weil wir glauben, dass es an der Zeit sei.

Ich bin dafür, dass die Kinder hierfür genau so viel Zeit bekommen, wie sie brauchen. So wie auch in der Bewegungsentwicklung oder in jeder anderen Entwicklung. Ich kann sie dabei unterstützen und begleiten, aber wir sollten sie nicht drängen.

Was will ich, was will die Gesellschaft?
Wie aber kann ich das tun? Wie kann ich unterstützend sein und dennoch den Weg lenken? Weg vom Schnuller, weg vom Daumen?
Als erstes sollte ich mir folgende Frage stellen: Stört es mich persönlich, das Daumenlutschen oder der Schnuller im Mund meines Kindes? Oder habe ich nur das Gefühl, dass es an der Zeit wäre, ihn loszulassen? Höre ich von immer mehr Seiten Kommentare dazu? Macht mir das Angst, verunsichert es mich? Wenn ja – was genau ist meine Befürchtung? Ist sie gerechtfertigt?

Ratschläge gibt es immer wieder zu allen Themen das Kind betreffend. Manche schaffen wir gekonnt zu überhören, andere verunsichern uns. Weil wir sowieso schon unzufrieden sind mit einer Situation. Oder weil wir die gleiche Befürchtung mit uns tragen wie die, die uns ansprechen. Wenn ich mein Kind bewusst unterstützen will, ist es wichtig, dass ich ganz bei mir bin. Dass ich nach dem handle, was in mir ist und nicht, was um mich herum gesagt wird. So kann ich dann auch viel leichter beim Kind sein und sehen, was es braucht. Und was nicht (mehr).

Ich zum Beispiel weiß, dass Herr Klein noch lange nicht bereit ist, den Daumen komplett aufzugeben. Er braucht ihn noch zu viel und zu häufig. Ich lasse mich also nicht verunsichern. Was ich aber tun kann ist schauen, wo man das Daumenlutschen zumindest reduzieren kann. Wenn mich nun also jemand darauf anspricht, lächle ich nett und ziehe weiter. Und freue mich über die Erinnerung, dass ich da ja einige Dinge beobachten wollte.

Beobachten, was wirklich gebraucht wird. Und was nicht.
Denn die Beobachtung, die spielt hier wieder eine große Rolle. Zum einen gilt es natürlich zu schauen: Wie häufig braucht mein Kind den Daumen oder den Schnuller? Erscheint es mir viel oder wenig? Was sind das für Situationen? Dabei sollte man wirklich mal bewusst ein paar Tage das Kind diesbezüglich beobachten. Denn viele sagen „sie braucht ihn ja eh nur zum schlafen“ und dann sieht man auf jedem Foto oder bei jeder Begegnung das Kind mit Schnuller im Mund. Was davon ist nun Wahrnehmung, was ist eine Art „Wunschdenken“? (ohne das böse zu meinen) Wie oft überlassen wir dem Kind aus Bequemlichkeit den Schnuller, wie oft achten wir schon gar nicht mehr darauf, warum oder wie lange der Daumen im Mund steckt?

Aber abgesehen von dieser Beobachtung ist eine ganz andere noch viel wichtiger. Nämlich die nach dem: Wann nicht? Wann ist mein Kind daumen- oder schnullerfrei? Wann braucht es weder noch? Wie geht es ihm dabei und vor allem: Welche Bedingungen sind notwendig? Wie ist der Tag? Was war vorher / nachher? Herr Klein zum Beispiel lutscht natürlich bei sämtlichen motorischen Tätigkeiten nicht am Daumen. Weil er ihn da braucht. Auch beim Malen oder Auto spielen braucht er den Daumen nicht im Mund, sondern im Spiel. Bei Schnullerkindern kann das ganz anders sein. Da ist der Schnuller oft noch drin, wenn sie ins Spiel versinken, manchmal sogar, wenn sie reden. Es ist also ganz unterschiedlich und hängt natürlich auch vom Charakter des Kindes ab. Außerdem kann ich mich fragen: Wie geht es mir in solchen Situationen? Wie ist mein Gemütszustand, wie war er bis eben, was davon strahlte eventuell auf mein Kind aus und führte zur schnullerfreien Situation? Es kann sehr vieles zusammenkommen und die Beobachtungen können sehr bunt gemischt sein. Es ist jedoch ein sehr viel positiverer und auch effektvollerer Zugang, wenn ich schaue, dass ich die Situationen herstelle, die es braucht, dass kein Daumen gelutscht wird, als wenn ich mich auf die konzentriere, in denen er Daumen lutscht.

Und dann kann ich die Sache angehen. In dem ich versuche und schaue, wie ich mehr von den Situationen herstellen kann, in denen mein Kind keinen Schnuller oder Daumen braucht. Braucht mein Kind vielleicht mehr 1.1 Kontakt mit mir? Braucht es mehr Ruhe innen und außen? Braucht es gewisse Beschäftigungen, gewisse Abläufe oder Routinen? Braucht es mehr Begleitung von mir in unangenehmen Situationen? Oder weniger? Mehr Schlaf oder früheres Abendessen? Das ist völlig individuell und kann wirklich nur durch die eigene Beobachtung beantwortet und geleitet werden.

Gewohnheit oder Bedürfnis?
Gleichzeitig kann ich nun versuchen in den Momenten, in denen mein Kind am Daumen lutscht, zu schauen – braucht es ihn gerade wirklich oder ist es „nur“ Gewohnheit? Herr Klein zum Beispiel braucht seinen Daumen dringend, wenn er aufgeregt ist, wenn ihm Situationen fremd sind, wenn er sich unwohl fühlt. Er braucht ihn eigentlich nicht, wenn er auf seinem Bobby Car sitzend andere Kinder in deren Spiel beobachtet oder Sandmann schaut. Da ist es einfache Gewohnheit, da flutscht der Daumen rein wie auf Knopfdruck.
Und da kann ich nun schauen, wie ich dagegen arbeite, ohne ihm den Daumen aus dem Mund zu ziehen. Indem ich ihn in ein Gespräch verwickle zum Beispiel. Ihn frage, was er tut, was er beobachtet, was er sieht. So dass er merkt, dass er andere Ventile auch hat. Dass er reden kann und erzählen kann, statt Geschehnisse nur sprichwörtlich aufzusaugen. Ich kann ihm bei der Vorbereitung zum Abendessen, wenn er schon hungrig am Daumen lutscht, bitten, mir zu helfen den Tisch zu decken. Das sind nur wenige Beispiele.

Mit den Kindern gemeinsam entwöhnen
Jedes Kind braucht etwas anderes und mit dem Alter der Kinder kommen hier unterschiedliche Bedürfnisse, Beobachtungen und Lösungen hervor. Je älter das Kind ist, desto bewusster sollte es in den Prozess einbezogen werden. Herr Klein ist sich zum Beispiel völlig bewusst dessen, was die Zahnärztin gesagt hat. Aber er meint, er lutscht noch so gern am Daumen. Er hat es es also gehört und wir haben einmal darüber geredet.  Das ist ein Anfang.
Mit dem Alter wird er immer mehr Situationen bewusster miterleben, wenn andere sein Daumenlutschen kommentieren. Im Kindergarten hat er es bereits reduziert, weil die Kinder im Kreis nicht seine Hand nehmen wollten, wenn er sie eben noch im Mund hatte. Er merkt das und versteht. Und entscheidet, was er braucht. Je mehr ich ihn nun dabei unterstzütze seinen Weg zu finden, umso eher wird er stark genug sein, den auch zu gehen. Sei es, dass er ewig weiter lutscht und sich dessen bewusst ist. Oder dass er aufhören will, weil es ihm unangenehm wird. Wichtig dabei ist, dass es seine Entscheidung ist. Und dann kann ich auch bewusst handeln. Indem ich ihm vorsichtig den Daumen aus dem Mund nehme, wenn ich merke, dass er ihn unbewusst schon wieder verwendet hat Und dabei kann ich sagen: „Das wolltest Du doch aufhören.“
Ich weiß aus eigener Erfahrung – selbst wenn die Bereitschaft zum Abgewöhnen da ist – wie schwer es ist, das wirklich zu schaffen. Weil es sich eingeschlichen hat bis ins tiefste Unterbewusstsein. Hilfe ist da angenehm, wenn sie einfach da ist, ohne erhobenem Zeigefinger

Wir können letztendlich dem Kind nicht auf Druck etwas abgewöhnen. Wir können schon, aber es tut ihm nicht gut. Jan Uwe Rogge stellte in seinem Buch „Kinder haben Ängste“, die Frage, ob es das wert sei, dem Kind auf Biegen und Brechen den Daumen oder Schnuller abzugewöhnen, wenn es dadurch andere psychische Probleme erleide. Das klingt vielleicht etwas brutal und trifft sicher auch nicht auf jedes „entwöhnte Kind“ zu. Dennoch ist der Daumen, der Schnuller, ein wichtiger Begleiter geworden, beruhigt, besänftigt, unterstützt. Er hat seine Funktion sehr früh übernommen und ausgebaut. Er kann jetzt nicht einfach wie eine aufgebrauchte Tube Zahnpasta weggeworfen werden.

Und all das braucht natürlich Zeit und Geduld. Nur dann kann das Abgewöhnen achtsam und respektvoll gelingen.

Erzählt mir, was habt Ihr für Erfahrungen gemacht? Eure eigenen oder mit Euren Kindern? Wie habt Ihr die Abgewöhnung erlebt oder erlebt Ihr sie? 

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Daumen hoch !

IMG_3747Frau Klein hat die letzten Tage ausschließlich daran gearbeitet ihren Daumen Richtung Mund zu befördern. Es war sehr spannend zu beobachten. Wie sie anfangs den Daumen in die Faust gepresst hielt, so dass, selbst wenn die Hand in der Nähe vom Mund landete, keine Chance für den Daumen bestand, hineinzuflutschen. Mittlerweile weiß sie, dass sie den Daumen abspreizen muss. Dennoch ist sie noch weit entfernt davon den Daumen dafür zu verwenden, wofür sie ihn braucht.

 

Ich weiß, dass bei vielen Eltern in diesem Moment alle Alarmglocken läuten, dass sie immer und immer wieder die Hände der Kinder aus dem Mund nehmen oder auch stattdessen den Schnuller anbieten. Und das ist ok. Denn wenn man als Eltern nicht überzeugt ist vom Daumenlutschen und seinem Kind unglücklich dabei zusieht, kann der Daumen schnell zu einem Problem für die Beziehung zwischen Eltern und Kind werden. Spannungen aufbauen. Hier beschreibe ich lediglich, warum ich meine Kinder nicht davon abhalte.

Herr Klein hat ebenfalls mit ca. 9 Wochen den Daumen für sich entdeckt. In 2 Wochen wird er 3 und sein Daumen ist nach wie vor sein ständiger Begleiter. Ich bin froh darüber, denn in meinen Augen hat das Daumenlutschen entschiedene Vorteile.

Innerer Trieb
Beide Kinder haben ganz von sich aus begonnen mit ca 7-8 Wochen die Hände Richtung Mund zu bewegen. Natürlich machen das alle Kinder, es ist Teil der Bewegungsentwicklung. Dennoch finde ich es wieder spannend zu sehen, wie scheinbar natürlich dieser Vorgang ist und wie er ganz automatisch dazu führt, dass Kinder Daumen, Finger oder Teile der Faust in den Mund stecken und daran lutschen oder saugen. Es ist ein innerer Trieb, den ich keinesfalls unterbinden möchte.

öko
Ich bin wohl oder übel eine Ökotussi. Ich versuche bewusst nachhaltig zu leben und Dinge, die unnötig sind, zu vermeiden. Vor allem wurmt es mich, von wie viel Plastik wir in unserem Leben umgeben sind. Die Babyabteilungen in Drogeriemärkten schocken mich – Plastikflaschen, Beißringe aus Plastik, Plastiklöffel, Schnuller… All das versuche ich weitestgehend zu vermeiden.

Immer da
Der Daumen landet dann im Mund des Kindes, wenn es motorisch dazu bereit ist. Und ab diesem Moment kann es ihn jederzeit verwenden. Er fällt nicht runter, nicht außer Reichweite. Er verschwindet nachts nicht in den Weiten des Bettes. Statt dem unermüdlichen Rufen nach den Eltern reicht eine Bewegung und das vertraute Ding ist da, wo es gebraucht wird.

Immer „sauber“
Nun, Kinderhände sind meist alles andere als sauber. Aber ihre Hände sind immer so dreckig wie die Umgebung, die sie erreichen können. Babies liegen anfangs nur auf Decken und somit ist der Daumen nie am dreckigen Boden, auf der Straße oder irgendwo, denn er fällt nicht runter. Er muss nicht desinfiziert werden. Wenn das Kind größer wird, der Daumen dreckiger, dann ist das Kind generell so mobil und motorisch entwickelt, dass es sich – ob Schnuller oder Daumen – sämtlichen Dreck direkt in den Mund stecken kann. Das ist dann wohl der allmähliche Aufbau des Immunsystems…

BeruhigungsHILFE
Wenn Herr Klein am Daumen lutscht, weiß ich, dass er etwas verarbeitet oder müde ist. Ich weiß aber, dass es nichts ist, wozu er mich dringender bräuchte als seinen Daumen. Denn wenn ihn etwas beschäftigt, was er nicht durch Daumenlutschen allein schafft, dann meldet er sich. Lautstark. Somit weiß ich, dass der Daumen ihn nicht ruhig stellt oder er dadurch Probleme „in sich aufsaugt“. Denn durch das Daumenlutschen hat er von Anfang an selbst beschlossen, wann er diese Beruhigungshilfe einsetzen will und kann. Und wann sie ihm nicht ausreicht. Niemals hätte ich ihm in unruhigen Nächten (Zähne oder Verarbeitung) den Daumen von mir aus in seinem Mund stecken können. Wenn er wach war, schrie oder weinte und nicht zur Ruhe kam, lag es an mir herauszufinden, was los war. Herausfordernd ja.

im Krankenhaus war der Daumen ganz wichtiger Begleiter.
im Krankenhaus war der Daumen ganz wichtiger Begleiter.

Das Daumenlutschen wird deutlich weniger, wenn die Kinder mobiler werden. Wenn sie bewusst nach Spielzeugen greifen und vor allem, wenn sie beginnen zu krabbeln. Ein Schnuller bleibt da doch gern im Mund stecken, denn die Hände sind ja frei. Er ist eben kein Stöpsel, den man erst aktiv ziehen und beiseite legen muss.

Sprache
Die Gefahr die Sprachentwicklung zu behindern oder zu beeinträchtigen ist beim Daumen wesentlich geringer. Denn wenn das Kind etwas sagen will, so nimmt es automatisch den Daumen aus dem Mund.

Ich streite nicht ab, dass der Daumen seine Nachteile hat: 

Zahnfehlstellung
Das ist wohl die erste Hauptangst der Eltern, wenn sie ihr Kind am Daumen lutschen sehen. Fakt ist, dass für die Zahnstellung der Kinder auch die Gene verantwortlich sind. Und dass ein Schnuller keine Garantie dafür ist, dass das Kind keine Zahnspange benötigt.
Ich selbst habe bis zum Teenageralter Daumen gelutscht. Die Aussage des Kieferorthopäden ich bräuchte eine Zahnspange, ignorierte meine Mutter. Wenige Jahre später mussten mir alle 4 Weisheitszähne herausoperiert werden. Diese neu entstandenen Lücken lösten meine Zahnstellung so, dass ich heute keinerlei Überbiss mehr habe. Mein Mann, der weder Daumen noch Schnuller nahm als Kind, hat Zähne im Mund, die wie Kraut und Rüben stehen…

nach dem Einschlafen fällt er von allein raus...
nach dem Einschlafen fällt er von allein raus…

Abgewöhnen
Die Panik, das Kind könnte mit 6 daumenlutschend eingeschult werden, scheint groß bei den Eltern. Damit verbunden die Angst um die Zähne, klar.
Aber keine Sorge liebe Eltern – hier leistet die Gesellschaft ihre Dienste. Oft werde ich auf das „arme daumenlutschende Kind, das keinen Lulli haben darf“ angesprochen. Schlimmer noch – Herr Klein wird direkt darauf aufmerksam gemacht. Die Großeltern reisen immer wieder mit dem Spruch „Lutscht Du immernoch am Daumen?“ an. Das einzige was ich dabei tue, ist ihn unterstützen in dem, was er braucht: den Daumen.
Somit wird er nach und nach sehen, dass das Daumenlutschen wohl etwas „außergewöhnlich“ ist. Es – so wie ich damals – irgendwann tagsüber selbst einstellen. Und ob er mit 10 oder 16 zum Einschlafen noch am Daumen lutscht, ist dann schlichtweg seine Entscheidung.

Das mag makaber klingen. Aber ab einem gewissen Alter übergebe ich gewisse Verantwortungen an mein Kind. Natürlich werde ich es vorher unterstützen und beobachten, ob es den Daumen wirklich noch braucht und wann. Einen wundervollen Artikel hierzu findet man auf www.handinhandparenting.org. Denn nein – ich ignoriere das Daumenlutschen nicht völlig. Natürlich ist mir wichtig, dass es nicht nur zu einer passiven einlullenden Gewohnheit wird.

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Autos beim Parken und Rangieren zuschauen – aufsaugen mit allen Sinnen.

Wie gesagt habe ich selbst lange Zeit Daumen gelutscht. Es war so weit, dass ich mit meiner Mutter gemeinsam versuchte mit Hilfe von Pflastern oder Cremes dem Daumenlutschen ein Ende zu setzen. Nichts von all dem half. Wie es mir letztendlich gelang, weiß ich nicht einmal mehr. Auch nicht genau wann.

Ich verurteile keine Eltern, die ihren Kindern lieber den Schnuller geben, weil sie dabei doch etwas mehr „Möglichkeiten“ haben, wenn es ums Abgewöhnen geht. Und davon abgesehen gibt es ja Kinder, die weder noch brauchen. Es ist wie gesagt eine Entscheidung, die jede Familie für sich treffen muss. Mit allen Konsequenzen. Ich für mich, bin jedenfalls überzeugt vom Daumen. Und schaue weiter fasziniert zu, wie Frau Klein übt und probiert. Rechts oder links – das ist noch offen.

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