Frustration

Ein lachendes Danke !

IMG_4975Zurück aus der Vergangenheit, wieder im Hier und Jetzt. Eine Woche war ich in der „alten Heimat“ und bin nun froh und glücklich, wieder im jetzigen Leben, in meiner jetzigen Heimat und meinem jetzigen zu Hause zu sein. Die Kinder genießen es auch, für sie ist so eine Reise ja auch neben aufregend und spannend irgendwo anstrengend. 

Ich habe nicht viel geschrieben, als ich weg war. Nur einen, dafür sehr „großen“ Artikel, angestoßen durch eine Dokumentation über ADHS und Ritalin. Ein paar Gedanken von der Seele geschrieben, wie immer versucht dabei vorsichtig, nicht zu bewertend und das eigene Unwissen einbeziehend. Natürlich macht so ein Artikel die Runden. Und so haben sich auch viele KommentatorInnen auf meinen Blog geschlichen. Das freut mich. Denn all diese Kommentare haben gewirkt. Haben mir andere Sichtweisen gegeben und mir vor allem gezeigt, dass meine Grundgedanken gestimmt haben. Dass ADHS keine schnelle Diagnose verdient, sondern eine lange Beobachtung der Gesamtsituation. Dass es eben Fälle gibt, in denen Ritalin kein Ruhigstellen per se, sondern ein Segen ist. Wo die Einstellung des Medikaments vorsichtig und achtsam geschieht und immer wieder reflektiert wird. Dass ADHS eine Krankheit ist und keine Modeerscheinung. Oder dass diese Krankheit eine Modeerscheinung geworden ist und die wenigsten mittlerweile wissen, was genau es ist, welche Ursachen es hat und was eben „normale“, anders basierende Vielaktivität und Unkonzentriertheit ist.

Ich bin ein Stück weiser geworden, und genau das mag ich am Bloggen. Nicht nur die eigene Meinung nach außen zu tragen, sondern sie sogleich reflektiert zu bekommen. In jeglichen Bereichen. Es freut mich auch, dass – bisher – wirklich immer ehrliche und wohl gemeinte Kommentare aufgetaucht sind. Dass ich noch nie „angefahren“ wurde für etwas, was ich schrieb. Ich weiß, dass es genug „Trolle“ gibt oder einfach nur Menschen, die ihre Meinung schnell irgendwo abladen, die sich schnell angegriffen fühlen und sofort zurückschießen. Doch bisher gab es das hier nicht. Und für all das bin ich dankbar. Der Blog ist für mich ein Ventil, ein Kommunikationsmittel, eine Plattform, ein Fernglas aus meiner Blase heraus und für Euch ein Guckloch in meine Welt hinein. Er ist mein drittes Baby, das ich weiter pflegen möchte. In den letzten Wochen hatte ich es etwas vernachlässigt, habe wieder einmal gemerkt, wie wenig hier los ist, wen ich selbst inaktiv bin auf anderen Kanälen wie Facebook und Twitter. Nun bin ich wieder hier und da und überall und freue mich über Euch und auf Euch.

Als Dank für Eure Treue, Euer Dasein, Euer Mitlesen, Eure Kommentare und Eure achtsamen Worte hier verlose ich nun 2 meiner Wegbegleiter. Die begleiten Euch nämlich nicht nur durch ein Kalenderjahr, sondern 12 Monate lang, wann immer Ihr es wünscht und mögt. Ihr könnt Ihn aufschlagen und einen Monat beginnen, wenn euch danach ist. Ihr könnt mittendrin mit einem Thema Eurer Wahl anfangen und wenn ihr mal Pause macht, jederzeit wieder einsteigen. Also wer Lust und Interesse hat, einen solchen Wegbegleiter zu gewinnen, der braucht nichts weiter tun als zu lachen. Ja, das dritte Kapitel im Wegbegleiter und somit für alle, die damit im Januar angefangen haben, ist das Thema Lachen. Und ich frage Euch: Worüber lacht Ihr am liebsten? Was hat Euch heute zum Lachen gebracht? Worüber könnt Ihr so richtig herzhaft laut lachen? Oder vielleicht ist es gerade anstrengend und stressig bei Euch? Was kann Euch da aufheitern? Erzählt es hier oder auf Facebook, auf Twitter mit dem Artikel verlinkt, auf Instagram mit einem Foto dazu oder auf Eurem Blog. Lasst uns mitlachen und eine Lachwelle auslösen. Fügt den Hashtag #Lachwelle hinzu und lasst uns fröhlich und laut lachend in den Frühling spazieren. Unter allen Lachgeschichten verlose ich dann am 1. April – nein nein, kein Aprilscherz – 2 Wegbegleiter!

Ich bin gespannt auf Eure Erzählungen und Lachgeschichten!

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Spaß 22/14 – Lachen

IMG_0436Was ich am Elternsein besonders wichtig finde ist der Humor. Wenn man den verloren hat, wenn man nur noch unzufrieden ist, jammert und darauf wartet, dass alles mal irgendwie besser wird, dann ist man auf dem besten Weg nach unten. Dahin, wo gar nichts mehr lustig ist.

Deshalb sollte man nicht vergessen zu lachen. Kinder lachen viel und grundlos. Sie freuen sich über die kleinen Dinge und können herzhaft über sich selbst lachen. Eben noch schluchzend, können sie schnell schon wieder kichernd umherlaufen. Sie lachen laut und leise und nicht selten ansteckend.

Lasst uns auch mehr lachen. Einfach so. Über uns selbst. Schadenfreudig fies. peinlich berührt wie eine feine Dame. Hysterisch und laut, so lange, bis die Tränen kommen.

Wann habt Ihr denn zum letzten Mal gelacht? Und worüber.

Ich musste neulich so sehr über Herrn Kleins Wutanfall lachen, weil er wie aus dem Bilderbuch war. Und weil es nichts dramatisches war. Ich habe so sehr gelacht, dass er irgendwann statt zu weinen mitlachen musste.

Lacht über Kommentare, die Ihr nicht braucht. Lacht in den Spiegel Euch entgegen und somit Euch selbst an oder aus. Lacht Ho Ho ho wie ein Weihnachtsmann und lacht vor allem dann, wenn es nicht erlaubt ist. Weil Ihr gerade dann nicht aufhören könnt. Kennt Ihr, oder?

Egal wie, egal wo, egal wann. LACHT.

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Zurück in die Mitte des Flusses. Was tun, wenn wir als Paar auseinander driften?

Heute hatten wir wieder ein Großgruppentreffen, also ein Vereinstreffen mit allen Vollmitgliedern. Dabei sitzen wir meist im Kreis und wenn wir ankommen, platziere ich mich meist ganz automatisch irgendwo mit dem Liepsten nebeneinander. Im Laufe des Treffens wechseln wir aber kinderbetreuungs- oder pausenbedingt die Plätze und so saß ich dann mal wieder ganz quer durch den Raum gegenüber von ihm. Und sah ihn inmitten all dieser Menschen als Mensch, ohne Kind am Schoß, ohne Rumzuwerkeln in der Wohnung, ohne Laptop vor der Nase. Einfach dieser Mann. Mein Mann. Seine Schönheit. Die Ruhe, die er ausstrahlt. Den Optimismus, mit dem er mich auffängt. Sein Lachen. Und all die Liebe, die ich für ihn empfinde.


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Im Alltag mit Kindern ist es nicht immer leicht, diese Liebe vordergründig und bewusst aufrecht zu erhalten oder sich ihrer bewusst zu sein. Im Gegenteil. Zieht ein Baby ins Haus ein, steht nicht nur das Leben, sondern schnell auch die Beziehung Kopf. Plötzlich ist nichts mehr am rechten Fleck und das Herz nur mehr ein mechanisches Ding, das den Körper mehr oder weniger am Laufen hält. Ahnen konnten das wohl die wenigsten Paare. Wirklich vorstellbar ist es nicht. Aber erwischen tut es die meisten. Was kann man also tun, um wieder zu sich zu finden, bevor man zu weit auf den Ausläufern mit der Strömung davon treibt.

gegenseitige Wertschätzung
Wir Frauen wünschen uns immer wieder, dass unser Job als Mutter daheim mit dem Kind ernst genommen wird. Weil er ernst ist und wesentlich mehr als nur Kochen, Wäsche waschen und das „Beilaunehalten“ eines Babys oder Kleinkindes.
Genauso sollte aber auch die Arbeit des Partners ernst genommen werden. Auch er hat oft Stress, vollgestopfte Tage, muss den Kopf über Wasser halten und springt, wenn er heim kommt, ohne Pause von einer Rolle in die nächste. Denn weder Kind noch Frau lassen ihm gern Zeit zum Ankommen, Ausruhen und Abschalten. Schließlich haben wir die als Frau ja auch nicht. Deshalb warten wir ja so oft sehnsuchtsvoll auf die Heimkehr des Partners.

Anstatt sich hier gegenseitig vorzuwerfen, wer den härteren Job hat, sollte man einfach Raum schaffen um den Tag des jeweils anderen anzuhören und wertzuschätzen. Ein „Das klingt anstrengend.“ ist da oft hilfreicher und unterstützender, als ein „Ja bei mir wars auch nicht besser.“

Zeit nehmen
Das klingt jetzt vielleicht für viele paradox. Denn Zeit ist ja oft genau der Haken, weshalb man auseinander driftet. Aber wenn man nicht schafft, sich Zeit zu nehmen füreinander, ist es dringend notwendig, dass man schaut, warum man es nicht schafft. Welche Bedürfnisse stehen da über welchen? Wollen die Partner gegenseitig zu viel und quetschen ihre Hobbies, Jobs oder sonstige Anliegen zwischen Kind- und Paarzeit? Oder sind die Bedürfnisse der Kinder so im Vordergrund, dass kein Zeit mehr für das Paarsein bleibt? Wir verbringen als Eltern sehr viel Zeit damit die Bedürfnisse der Kinder zu sehen, zu erkennen, zu verstehen und zu erfüllen. Dabei vergessen wir aber schnell unsere eigenen. Auch die, die wir als (Ehe-)partner*in haben. Es ist wichtig, dass man in jeglicher Hinsicht schaut – passt das gerade für alle Familienmitglieder? Das fängt beim Familienbett an. Es bringt nichts zu überlegen was das Beste und ausschließlich das Beste fürs Kind ist. Es ist wichtig zu sehen – womit können wir alle gemeinsam gut leben. Womit geht es uns allen gut. Was ist das Beste für uns ALLE!

Das kann sich auch im Laufe der Zeit ändern. Wir können uns plötzlich durch Dinge eingeengt, vernachlässigt oder unverstanden fühlen, die wir am Anfang problemlos akzeptiert haben. Wichtig ist, dass wir sehen, wenn etwas für eine Person so nicht mehr passt. Und dann schauen, was man ändern kann. Mit unseren Kindern machen wir das ja genauso. Sie entwickeln sich, sie lernen dazu. Wir müssen uns ständig anpassen, was gestern „funktionierte“ ist morgen schon Schnee von gestern. In der Partnerschaft ist das nicht anders. Im Leben als Mutter oder Vater ebenso.

So haben wir zum Beispiel dafür sorgen müssen, dass Herr Klein allein in seinem Bett einschlafen kann, ohne uns. Das war lange Zeit kein Problem für uns, ihn da zu begleiten. Aber irgendwann artete es aus, raubte uns Energie, Zeit und Nerven.

Obendrein müssen wir uns immer wieder zu „screenfree evenings“ zwangsbeglücken. Da schalten wir alle technischen Geräte ab und kommunizieren mal wieder auf die ganz klassische Art und Weise. Und finden uns in Gesprächen wieder, die wir so lange vermisst haben.

Lachen
Ich bin ja generell ein humorvoller Mensch. wenn ich mit jemandem nicht gemeinsam lachen kann, dann kann ich mich mit der Person selten länger verstehen. Wenn jemand meinen Humor nicht versteht, dann kommen wir irgendwie nie wirklich zusammen.

Gemeinsames Lachen – und zwar nicht über eine witzige Anekdote mit Kindern, sondern über etwas aus dem Leben „draußen“ oder einer Szene in einem Film oder Buch, oder gar über sich selbst – bringt ein Gefühl von Verbundenheit. Gemeinsames Lachen ist wie das Stricken eines gemeinsamen Pullovers. Je mehr man an Maschen, also gemeinsamen Lachmomenten zusammenbringt, umso wärmer wird den beiden Eingestrickten.

Sich sehen
Wie oben beschrieben ist es sehr belebend, wenn man den eigenen Partner, die eigene Partnerin mal wieder als eigenständigen Menschen sieht. Als Person fernab jeglicher Rolle als Mutter oder Ehefrau. Da hilft es wirklich einmal einen Schritt nach hinten zu treten und quasi „von außen“ auf unsere/n Partner/in zu schauen. Das funktioniert auch gut in geselligen Runden mit anderen Menschen oder unterwegs. Wenn einer von uns in der Straßenbahn aus dem Fenster starrt, ein Buch liest oder in ein Gespräch mit jemandem vertieft ist. Das bedarf nicht viel Zeit, nicht viel Organisation. Und kann das Herz unglaublich beleben. Die Seele wärmen.

Sicher gibt es für jedes Paar ganz eigene Strategien des Glücks und des Erhaltes der Partnerschaft. Und ich könnte hier noch ewig weiter schreiben. Aber das sind die vier für mich wesentlichen Punkte.

Was hilft Euch, wenn Ihr das Gefühl habt, Ihr müsst mal wieder zu Euch finden?

In meinem Online Kurs „Paar sein und bleiben“ geht es um diese und weitere Themen, die Paare während ihrer Beziehung beschäftigen und herausfordern.

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