Spaß 07/14 – Mandalas malen

Foto 1Vor schon etwas längerer Zeit habe ich – aus Verzweiflung in einer langen Lazarettphase daheim – ein paar Ausmalhefte gekauft. In dem Irrglauben, Herr Klein würde damit ein wenig zufriedene Beschäftigung finden. Eines davon war ein Mandala-Malheft. Darauf stand eine Anleitung, wie diese Mandalas auszumalen sind. „Du musst in der Mitte beginnen.“ 

Abgesehen von dem Wort müssen darin (und der Tatsache, dass ein Mandala eine Anleitung braucht), fand ich die Idee des Ausmalens vorgegebener Muster und Formen plötzlich völlig absurd. Ich habe das nämlich früher selbst gern gemacht. Aber warum? Weil ich glaubte, selbst nicht malen zu können. Was für ein Irrsinn. Dass Malen etwas mit Können zu tun hat, ist eine traurige Annahme. Natürlich kann ich vielleicht kein perfektes Pferd oder Portrait meiner Großmutter malen. Aber das heißt ja nicht, dass ich nicht malen kann. Denn Malen sollte einfach eine lustvolle Tätigkeit sein, ohne Ziele und Vorgaben. Es sollte viel mehr der Prozess an sich Freude machen, als das akribische Streben nach einem im Kopf vorgefertigten Bild.

Darüber hinaus beschäftigte ich mich unlängst mit der Thematik bzw. Problematik des „Zu sich findens“. Zur eigenen Mitte zurückkehren. Und dabei bin ich wieder beim Mandala gelandet. Denn so ein Mandala hat eine klare Mitte, es ist das Zentrum, um das herum das Mandala lebt. Und deshalb ist so ein Mandala eine wundervolle Möglichkeit, zur Ruhe, zur eigenen Mitte und damit wieder ein wenig zu sich selbst zu finden.

Ich hatte schon einemal einen Spaß am Dienstag über Naturmandalas. Doch in der kalten Jahreszeit macht das nur wenig Freude. Und so bin ich auf die Idee gekommen, selbst Mandalas zu malen. Natürlich ist das keine superneue Idee, umso erfreulicher, dass endlich auch ich drauf gekommen bin. Ja und das Malen statt Ausmalen von solchen Mandalas ist eine viel erheiternde Tätigkeit. Man muss dabei auch nicht Malen können. Denn so ein Mandala ist einfach genau das, was beim Entstehen entsteht. Dabei kam mir – unterwegs beim Malen quasi – eine sehr schöne Idee. Nämlich die der Geburtsmandalas. Um dieses sehr prägnante Erlebnis zu verarbeiten, kann man es in Mandalaform malen. Dabei entstehen vielleicht ein paar neue Gedanken oder ein paar fetzenhafte Erinnerungen fügen sich zusammen.

Foto 2

Ich habe das mal für Frau Kleins Geburt begonnen grob zu skizzieren.

Womöglich werde ich das mal richtig groß gestalten und an die Wand hängen.

 

 

 

Aber auch die unzähligen Gemälde der Kinder, die wir unmöglich alle aufheben können, sind eine schöne Grundlage für Mandalas. Weil sie eine gewisse Inspiration vorgeben.

Foto 3

Viel Spaß beim Malen, nicht nur am Dienstag!

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