Slow holiday und viel Dankbarkeit

Nicht ganz eine Woche Urlaub ist nun schon vorbei. Am Sonntag sind wir in Kopenhagen angekommen, seitdem haben wir die Stadt erst einmal gesehen. Den Rest der Zeit verbringen wir hauptsächlich hier draußen in unserem kleinen Vorort und lassen jeden Tag neu auf uns zukommen. Genau das, was wir alle brauchen.

Am Montag fuhren wir nach Kopenhagen um uns dort bei einem Fahrradverleih ein Lastenrad und ein Kinderfahrrad für Herrn Klein zu mieten. Mit diesen fuhren wir dann zurück. 24km und wer glaubt, Kopenhagen sei ja eh nur Flachland, der wäre mir am Montag nur ungern begegnet. Es ging bergauf und bergab durch die Sommersonne.

Doch die Mühe hat sich gelohnt denn nun können wir hier auf diesen herrlich breiten und großzügig ausgebauten Radwegen entlang der großen Straßen die Gegend erkunden. Durch den Wald, über Felder und Wiesen bis hinunter zum Strand radeln wir uns durch die Tage. Meist beschließen wir erst am Morgen was wir mit dem kommenden Tag so anstellen. Oder wir lassen uns treiben. Oder beides. Gestern fragten wir die Kinder: „Was wollt Ihr denn morgen machen?“ und Frau Klein sagte: „Nasebohren.“ Ich denke das beschreibt unseren Urlaub ganz gut.

Vorm Urlaub habe ich noch einen Artikel zum Thema Kinder und Langeweile gelesen. Der hat mich sehr bestärkt darin hier so wenig wie möglich Programm zu planen. Sowohl für die Kinder als auch für uns ist das momentan einfach das Beste. Es tut gut weit weg von daheim zu sein, mal ganz woanders und nur für uns. Es tut gut den ganzen Tag draußen zu sein. Und es tut gut einfach nichts zu müssen.

Viel Dankbarkeit kommt dabei auf. Im Sinne der Friday Fives hier also die 5 Dinge der Woche, für die ich dankbar bin:

  1. Den Haustausch. Wieder einmal hat es sich absolut ausgezahlt auf diese Art zu urlauben. Das Haus ist genau richtig für uns, es ist recht minimalistisch eingerichtet und gibt genug Raum für uns alle. Es hat vorn eine kleine Terrasse, auf der wir öfter grillen und hinten einen kleinen Garten. Quasi gegenüber ist ein großer Spielplatz und der Wald ist 5min von hier entfernt. Ich bin so dankbar für eine Waschmaschine, für eine voll ausgestattete Küche, für einfach alles da.
  2. Apropos Wald. Für den bin ich endlos dankbar. Der ist groß, der ist an jeder Ecke anders und wundervoll, der ist ruhig und entschleunigend. Er hat tausende Geschenke für mich und ich könnte nicht dankbarer sein für diesen Ort.
  3. Die Ostsee. Mir war nicht bewusst welche innere Sehnsucht nach ihr in mir schlummert. Aber als wir gestern zum Strand kamen war es, als wäre ich gestern erst hier gewesen. Ich fühlte mich daheim, dabei war ich seit Jahren nicht mehr an der Ostsee. Wie ein Kind begann ich nach Hühnergöttern zu suchen und fand unzählige. Ich baute eine Kleckerburg und war ganz verzaubert.
  4. Lachen. Mit den Kindern Blödsinn reden. Kichern und Lachen. Endlich sind sie bereit für die sinnlosen Witze meiner Kindheit, die mir mein Bruder immer erzählt hat und über die ich schon bauchwehartig gelacht habe.
  5. Schnitzereien. Im Schnitzen kann ich ja versinken. Also bearbeite ich immer wieder all meine Waldschätze und freue mich über das, was entsteht und diese wertvollen Geschenke.

Nun schlafen die Kinder und wir genießen noch ein Glas Wein. Und Morgen? Ist morgen.

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