Spaß 20/13 – Spiel, Baby !

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Mit einem Baby im Haus ist es eigentlich eine Schande, dass es noch keinen Spaß am Dienstag für Babys gab. Das soll sich heute ändern. Also – womit spielen Babys? Nunja, das ist sehr einfach. Sehr viel einfacher als Activity Centre, Türhopser, Baby Gym, Elektronische Mobile etc. 

 

 

 

 

 

Das Spiel der Babies sieht so aus:

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Hände !
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Motorik

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Greiflinge
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unkaputtbare Bücher

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farbige Gummiringe
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die Gummiringe an sich sind hilfreich beim Zahnen, man kann ihnen aber auch eine Veilchenwurzel anhängen. Die zu greifen ist auch wieder eine motorische Herausforderung. Spannend!
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der Klassiker: O-Ball! Anfangs noch mit einem Tuch verknotet, denn wegrollendes Spielzeug ist für noch nicht mobile Babys reine Frustration (die etwas schönere Variante gibt es aus Korb zum Beispiel beim www.spielzeugmacher.at)
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Würfel aus Stoff / gehäkelt / genäht…

So nein, Babys brauchen keine Mini-Fitness-Studios. Sie müssen nicht animiert werden, irgendwelche Muskeln zu trainieren. Sie tun all dies ohnehin. Wenn man sie lässt.

Und wenn sie dann doch mal scheinbar gelangweilt „herumliegen“, so nennt man das eine Ruhephase. Auch die holen sich Babys. Ganz natürlich.

 

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Weitergehen

IMG_5731Heute morgen wurde das Daumenlutschen von Herrn Klein mal wieder kommentiert: „Na, bist Du nicht schon zu alt dafür?“ Ich lächelte Herrn Klein an und schob ihn in den Bus, der uns vor die Nase fuhr. Wir waren auf dem Weg ins Krankenhaus und das Daumenlutschen für ihn unabdingbarer Halt.
Eine Weile überlegte ich an einer passenden Antwort, und als ich diese („Sind Sie nicht ein bisschen fremd, sich da einzumischen?“) auf Twitter postete, erhielt sie enorm viel Zuspruch. Aber nein, ich habe sie nicht ernsthaft ausgesprochen. Und das ist auch gut so.

Warum ich meistens nicht reagiere liegt zum einen eben an jener zu langsamen Konterfähigkeit. Andererseits habe ich auch immer weniger das Bedürfnis mich zu rechtfertigen. Die Menschen, die uns in irgendeiner Weise bewerten, sind selten an ernsthaften Diskussionen oder Erklärungen interessiert. Sie bekunden lediglich ihre Meinung, nach der sie selten jemand gefragt hat. Es kann also – auf beiden Seiten – nur zu Unmut, Ärger, Frustration, ja sogar Wut oder Tränen führen, hier in Diskussionen und Rechtfertigungen einzusteigen.

Das ist meiner Meinung nach Energieverschwendung. Viel wichtiger ist doch, dass man bei sich und – in dem Fall – seinem Kind bleibt. Wer nämlich in irgendeiner Art und Weise von irgendeiner Norm oder alteingesessenen Vorstellungen abweicht – sei es, weil das Kind „zu lange“ gestillt wird, verwöhnt wird, „zu viel“ getragen wird, mit 3 noch Windeln trägt oder oder oder – muss damit rechnen, dass ungebetene Kommentare zu ihm geflogen kommen. Über diese kann man sich immer und immer wieder auslassen, an möglichen Antworten feilen und damit unsagbar viel schlechte Laune herumschaukeln. Aber man kann diese Leute nicht alle zum Schweigen bringen. Es wird sie immer geben. Diese Menschen und diese Kommentare.
Wenn ich also all dies (nicht) tue, was ich (nicht) tue, weil ich voll und ganz, 100% hinter dem stehe, was ich tue und nicht tue, brauche ich mich nicht zu rechtfertigen. Nicht dafür, dass mein Kind nicht ohne meine Hand einschläft, nicht dafür, dass es mit xy Monaten noch immer nichts Festes essen will und nicht dafür, dass es mit 3,5 noch am Daumen lutscht. Nein, ich kann einfach mein Kind anlächeln und ihm die Unterstützung geben, die es in dem Moment braucht – Zustimmung, dass es ok ist, so wie es ist. Und mit dem, was es tut.

Es hat natürlich eine Weile gedauert, bis ich dahin gekommen bin, wo ich bin. Und – wie man an meinen morgendlichen Überlegungen sieht – bin ich noch immer auf dem Weg und nicht ganz da. Aber ich habe bereits einen wundervollen Nebeneffekt gespürt: Ich kommentiere ebenso wenig. Ich werfe keine wertenden Kommentare mehr ab. Weder im realen Leben, noch in sozialen Netzwerken. Wenn andere Eltern da oder dort von Dingen erzählen, die ich komplett anders machen würde, nehme ich das wahr. Aber es steht mir nicht zu, dies zu bewerten. Hingegen beobachte ich immer mehr, wie eben genau diese Kommentare von anderen zu Verwirrungen, Unsicherheit und hetzigen Diskussionen führen. Auf Grund ihrer sehr holprigen Anfänge jedoch selten fruchtbar und achtsam enden.

Ich kann also nur raten solche Kommentare zu überhören. Über die Menschen hinweg das eigene Kind anzulächeln und mit ihm in Beziehung zu bleiben. Weil es immer da ist, während die Fremden bereits kopfschüttelnd um die nächste Ecke gebogen sind.

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Spaß 19/13 – Wertschätzung

IMG_5753Der Herbst hat sich eingeschlichen, ohne dass wir es bemerkt haben. Erst jetzt, wo wir uns wieder bei Tee in wärmere Gewänder kuscheln, die sich Blätter an den Ästen im Wind festkrallen und orange Kugeln im Gemüsebeet leuchten, stellen wir fest: Der Herbst ist da!

Ich liebe den Herbst, aber es gibt unzählige Menschen, die ihn nicht mögen. Weil er das Ende des Sommers und der Sonne bedeutet. Aber ob Laubliebhaber oder nicht – etwas Wohliges, etwas Seelenbalsamierendes, können wir in dieser Zeit alle gebrauchen.

Deshalb lade ich Euch ein zu einer Wertschätzungsrunde. Ob in der Familie, nur zu zweit, mit Freunden oder zu zwanzigst – erzählt Euch einander, was Ihr wirklich und wahrhaftig aneinander schätzt.

Wir haben das im Wohnprojekt schon öfter getan, damals, als wir noch lausige 14 Köpfe waren, die das Projekt in die Startbahn trugen. Es war keine leichte Übung zu Beginn, aber am Ende eine echte Seelenmassage.
Dazu saßen wir alle im Kreis und nach und nach setzte sich eine Person in die Mitte. Zwei Minuten lang hatten nun alle Zeit, dem-/derjenigen in der Mitte zu sagen, was sie an ihm/ihr schätzen. Da kommt vieles. Von „Dein Engagement im Projekt“ über „Deinen Humor“ bis hin zu „Deine Ehrlichkeit“, „Deine Direktheit in der und der Angelegenheit.“, „Deine Art wie Du mit der und der Situation umgegangen bist.“ etc.

Das Besondere daran: Man kann, muss aber nichts sagen. Daher kann die Person in der Mitte davon ausgehen, dass die, die etwas sagen, dass auch wirklich und wahrhaftig meinen.

Es ist gar nicht so leicht da zu sitzen und quasi nur Blumen geschenkt zu bekommen. Eine nach der anderen. Ich bin sicher knallrot geworden. Aber es tut gut. Und das darf es. Denn: Am Ende waren ALLE dran, alle tragen einen bunten Strauß Blumen vor sich her, es herrscht eine wundervolle Stimmung und es bringt unglaublich viel Energie in so eine Gruppe.

Mit mehr als 15 Leuten ist es schon recht schwierig, diesen Kreis zu veranstalten. Weil die Zeit zu lang wird. Da empfiehlt es sich dann, einfach 10-15 Minuten Zeit zu geben, in denen alle im Raum umher spazieren und ihre wertschätzenden Worte auf Post Its schreiben und diese der Person auf den Rücken kleben. Da weiß man dann oft hinterher nicht, was von wem kam. Aber darum geht es auch gar nicht.

Komplimente zu machen ist keine leichte Sache. Sie zu bekommen auch nicht immer. Dabei ist es die einfachste Art, jemandem ein Geschenk zu machen. Wenn sie echt sind. Und ehrlich.

Ich merke das, wenn sich Menschen hinsetzen und mir eine email schicken, nur um mir zu sagen, was sie von meinem Blog halten. Das ist Bemühung, die jemand nur macht, wenn er es wirklich meint. Genauso finde ich es wichtig, Herrn Groß zu sagen, wie wunderbar er eine gewisse Situation gemanagt hat. Wie er mit den Kindern umgeht. Oder auf welche Art und Weise er für mich da ist, mich stärkt.

Weil das alles nicht selbstverständlich ist. Und weil es mehr wiegt und länger nachhallt als ein „Super! Toll gemacht!“

Auch unsere Kinder verdienen diese Wertschätzung. Daher kann man solche Runden auch einfach dem gemeinsamen Essen anhängen.

Was war das letzte Kompliment, was Euch jemand gemacht hat? Welche wertschätzenden Worte hallen noch immer in Euch nach? Was motiviert Euch wirklich zum Weitermachen in dunkleren Momenten? Erzählt!

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