Spaß 12/13 – Bunt, ja bunt sind alle meine Autos

IMG_5001In letzter Zeit begann Herr Klein immer öfter Dinge bei ihren Farben zu benennen. Oder fragte mich, was das für eine Farbe sei, die dieser Pulli, dieses Auto oder das Obst hatten. Dabei brachte er dann immer wieder einige Farben durcheinander. Und so beschloss ich seinem Interesse an Farben ein wenig nachzugehen.

 

Jedoch wollte ich ihm nicht einfach ein Buch kaufen. Davon gibt es ja zu dem Thema viele. Nicht umsonst hatte ich vor einem Jahr einen Montessori Kurs abgeschlossen. Selbige sagte ja einst:

Nothing should be given to the brain that is not fist given to the hand. (Maria Montessori)

OLYMPUS DIGITAL CAMERAUnd da nach einem Arbeitsgruppentreffen bei uns in der Wohnung sehr viele dieser kleinen Fläschchen herumstanden, beschloss ich, diese sinnvoll zu verwenden.

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Jede Flasche erhielt ein farbiges Etikett. Und weil ich für den einst hergestellten Arztkoffer noch so viele Mundspatel übrig hatte, die meiner Meinung nach eine sehr schöne warme Haptik haben, bemalte ich davon einige in den entsprechenden Farben. Ein leichtes Zuordnungsspiel für auch schon recht kleine Kinder.

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Das kann man nun je nach Alter der Kinder erweitern.

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Da Herr Klein nun auch schon beginnt sich für Buchstaben zu interessieren, habe ich ihm bereits hinten die Farbnamen auf die Flaschen geschrieben.

 

 

 

Wichtig war mir dabei, dass die Materialien ansprechend sind. Keine Plastikdosen, keine Pappe oder Papier. Die Mundspatel sind wie gesagt sehr glatt und weich. Die Bügelperlen klingen schön, wenn sie in die Glasfläschchen fallen. Die Knöpfe liegen in einer Tonschale.

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Darüber hinaus habe ich auch Herrn Kleins Malstifte farblich sortiert. Das habe ich mir ehrlich gesagt bei ihm im Kindergarten abgeschaut und fand es eine schönere Idee als alle Stifte in einer Schachtel liegen zu haben.

 

 

Und das reicht vorerst auch schon aus. Den Rest absorbieren sie sowieso durch die Umwelt und fragen weiter jeden Tag, welche Farbe der Sitz in der U-Bahn hat. Oder benennen ihn selbst ganz stolz.

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Auf Wiedersehen, Angst !

IMG_49661993 hat mein Vater durch einen Autounfall seinen Sohn verloren. Gestern hat er durch einen Motorradunfall seinen Stiefsohn verloren. Ein Schiss des Teufels auf den größten Haufen.

Ich hatte keine wirkliche Beziehung zu A., der gestern im Alter von 42 rasant aus dem Leben katapultiert wurde. Er war der Sohn der Frau, die mein Vater heiratete, nachdem er sich von meiner Mutter trennte. Mehr nicht. Wir sahen uns zu Geburtstagen, waren aber komplett verschieden und hatten uns nie viel zu sagen. Dennoch schockt mich diese Nachricht natürlich unendlich.

Was ich darüber hinaus als erstes verspürte war Angst. Diese unsagbare Angst, die in uns Eltern wohnt – die Angst um unsere Kinder. Sie hat mich erschlagen, gelähmt gehalten. Zitternd habe ich meine Kinder beobachtet, wie sie ahnungslos freudig im Leben stehen und spielen. Und das Gedankenkarussell begann sich zu drehen. Schneller und schneller.

Die Angst, liebe, mir nahestehende Menschen zu verlieren, trage ich schon lange mit mir herum. Als dann mein Bruder starb, wurde sie bestätigt und enorm verstärkt.
Mit der Geburt meiner Kinder war mir klar, dass ich diese Angst im Zaum halten musste, damit ich nicht vor Sorgen eingehe. Und so glaube ich manchmal, dass der Herzfehler, mit dem Herr Klein auf die Welt kam, meine persönliche Probe war. Ein Lebenstest in Optimismus. Zum Glück habe ich einen Mann, der davon so viel hat, dass er mir vorgelebt hat, wie das geht. Optimistisch sein. An das Gute glauben. Sorgen sich selbst überlassen.

Heute also diese heftige Watschen. Mein Vater, der zum zweiten Mal mit so einem Schicksalsschlag zu kämpfen hat. Seine Frau, die … Man braucht wohl keine Worte dafür zu suchen. Und in meinem Kopf mit Zepter und Krone plötzlich wieder diese unsagbare Angst. Alles beherrschend.

Aber was bringt sie?

Ein Mensch, der leidet, bevor es nötig ist, leidet mehr als nötig. (Lucius Annaeus Seneca)

Wir können unsere Kinder nicht ewig beschützen. Wir können ihnen nur eine liebevolle und sichere Umgebung bieten, in der sie sich frei und glücklich entfalten können. In der sie wachsen und werden können. Aber wir können sie nicht einsperren. Nicht, wenn wir wollen, dass sie eigenständige Persönlichkeiten werden.

Also lasst uns einen Mistkübel nehmen und alle Ängste und Sorgen hineinwerfen. Lasst uns in die Augen unserer Kinder blicken und ihnen Liebe und Vertrauen senden. Lasst uns unsere Kinder hin und wieder ein wenig oder ein wenig mehr verwöhnen. Lasst uns hin und wieder ein paar Wünsche wahr werden lassen, ein paar Träume erfüllen. Umarmt Eure Kinder. Aber erdrückt sie nicht. Lasst sie frei – begleitet mit Zuversicht, guten Gedanken und positiver Energie.

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Biblio 05/13 – Von Märchenprinzen (und -prinzessinnen)

kinderliederHeute ist Herr Klein krankheitsbedingt daheim und ich habe uns mal wieder meine guten alten Kinderlieder aufgelegt. Die Musik meiner Kindheit… Dabei hat mich ein Lied heut besonders berührt. Vielleicht, weil wir grad in verschiedensten Lebensecken selber einen Märchenprinzen gebrauchen könnten… Also habe ich aus dem heutigen Bibliofreitag mal eher einen märchenhaften Musiofreitag gezaubert.

Gerhard Schöne singt im Lied „Der Märchenrpinz“ von Situationen, in denen man sich als Kind so gern einen Märchenprinzen wünscht. Einen, der einfach kommt und das Leben richtet. Und am Ende… ach, hört selbst.

http://www.youtube.com/watch?v=gvlEVMwErIc

Aber auch als Erwachsene wünschen wir uns doch immer öfter mal einen Märchenprinzen. Oder eine Märchenprinzessin? Egal, so manche Situationen…

Wenn der Märchenprinz erschiene,
Das wär wunderbar.
Doch du weißt es selbst,
Er macht sich heute leider rar.

Dauernd muss man ihn vertreten,
der scheint sich auszuruh’n.
Man muss selbst nach Wegen suchen,
Selber etwas tun.

Dann kann schon ein Märchenprinz kommen
Und alle schau’n staunend ihm zu.
Es können noch Wunder geschehen,
Der Märchenprinz aber, bist du!

Die gute Nachricht: Für unsere Kinder können wir sehr oft der Märchenprinz sein. In dem wir ihnen einfach ihre kleinen und großen Kinderaugenwünsche erfüllen. Nicht alle, aber immer noch sehr viele. Der Dank? Strahlendes Lächeln. Pure Freude und Begeisterung. Glückseligkeit.

Darüber hinaus wünsche ich unseren Kindern, dass sie auch selbst manchmal Märchenprinzen sind. Und sie „selbst nach Wegen suchen, selber etwas tun“. Für sich. Oder andere.

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