Mein Motto im August – Genießen

Mitten aus dem Urlaub heraus schreibe ich hier ein paar kleine Worte zu meinem Motto im August. Wir sitzen gerade wieder in einem getauschten Haus in Kroatien, während die kroatische Familie in unserer Wohnung in Wien wohnt. Es ist immer wieder spannend und aufregend, so ein Tausch. Ich finde es eine wundervolle Art neue Orte zu entdecken. 

So sind wir nun also für zwei Wochen in einem kleinen Ferienort und tun vor allem: nichts. Wir leben in den Tag hinein, wir sind viel am Strand, wir essen, wann wir Lust dazu haben, schlafen aus und gehen spät ins Bett. Das Gute Leben.

Aber immer wieder kommt es vor, dass ich an andere Dinge denke. An Arbeit. An den September, der jetzt schon voll ist mit Terminen. An den Herbst, der immer zu kurz ist. Ich schrecke hoch, weil ich doch diese und jene Geburtstage um Himmels Willen nicht vergessen darf. Und sollte ich nicht noch? Nein, ich möchte mehr genießen. Jetzt hier diesen Urlaub, diesen August, der sowieso von den Ferien regiert wird. Die Zeit mit den Kindern, in denen ja doch keine Zeit für viel Arbeit ist. Und das ist auch gut so. Also lieber uns 5 genießen. Im Alltag haben wir viel zu wenig Zeit dafür.

Ich möchte den Urlaub mit Kindern genießen. Denn der ist ja immer so umstritten. Weil er angeblich so wenig entspannend ist. Nein, das finde ich nicht.

Ich möchte die bunten und lustigen, die schönen und kitschigen, die lauten und leisen Momente genießen.

Das heißt aber nicht, dass ich in Saus und Braus lebe. Im Gegenteil, ich möchte dabei auch schauen, dass wir mit dem, was wir haben, gut auskommen. Ich möchte uns genießen und nicht das Geldausgeben. Denn im Urlaub tendiert man ja bekanntlich zu einem „das gönne ich mir“ Dasein. Aber das geht schnell mal nach hinten los. Und nur weil wir uns das Geld für die Unterkunft sparen durch den Haustausch, heißt das nicht, dass wir es anderweitig ausgeben müssen.

Und natürlich möchte ich noch ein wenig das Meer genießen. Ich bin sonst nicht so der Meeresfanatiker, aber in den letzten Jahren habe ich mich doch sehr mit ihm angefreundet, wage es immer weiter schwimmend hinaus und schnorchelnd entlang, und eventuelle demnächst sogar tauchend hinab. Ich liebe die Stille unter Wasser und möchte mir eine kleine Prise davon im Gedanken mitnehmen.

So bleibt es hier auf dem Blog nun ein wenig ruhig. Denn ich genieße… den Urlaub, die Ferien, das Leben.

Bis bald, Nadine

P.S.: Weitere Augustmottos findet Ihr bei Sonja vom wervoll-blog!

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Wie kommt der Tote da in die Erde ?

Als ich letzte Woche mit den Kindern zu Hause war, gingen wir das erste Mal gemeinsam auf einen Friedhof. In Wien hatten wir dafür bisher keinen Anlass und bei unserem letzten Spaziergang über den Zentralfriedhof waren die Kinder noch zu klein um sich für die Gräber zu interessieren. 

Doch nun war Herr Klein höchst interessiert an dem, was er dort sah. Und dem, was sich dahinter und vor allem darunter verbarg. Für mich war es das erste Mal, dass ich mit einem Kind über Tote sprach. Aber es war eine wundervolle Erfahrung, die mich sehr berührt hat.

Beim ersten Besuch meiner Großeltern fiel ihm sofort auf, dass es kleine und große Gräber gibt. Dass Menschen nach dem Tod verbrannt werden können, fand er überhaupt nicht sonderbar, während ich dachte, dass die Vorstellung doch für ein Kind sicher gruselig sein muss. Er nahm das so hin und sagte dann bei den normalen Gräbern: „Aha, und hier liegen die ganzen Menschen.“

So nahm ich ihn einige Tage später mit auf den Friedhof, auf dem mein Bruder begraben ist. Er hatte begonnen Fragen zu stellen und schon auf dem Weg zum Friedhof wollte er wissen, warum er gestorben ist und wie alt er da war. „So jung?“ fragte er erstaunt, als ich sagte, dass er 19 war. Und sogleich schob er nach: „Aber wie habt Ihr erfahren, dass er tot ist?“ Und so begann ein Gespräch darüber, wie wohl der Vorgang bei einem Unfall ist und woher die Polizei weiß, wer dort gestorben oder verletzt ist. Und dass die Polizei alle Nummernschilder kennt, war für ihn unvorstellbar. Wie will man einem 7-jährigen auch Datenbanken erklären? Das spannende für mich war, dass er einfach normal alle Fragen stellte, die ihm einfielen. Es war keine Stille, kein betroffenes Schweigen, wie es bei Erwachsenen oft der Fall ist. Und das tat so gut.

Auf dem Friedhof ging die Fragerunde dann weiter. „Wie kommen die Toten da in die Erde?“ wollte er wissen. Es war ein Moment, in dem ich doch schlucken musste. Ich erzählte ihm vom Begräbnis, von dem bereits vorbereiteten Loch in der Erde, davon, wie die Friedhofsmitarbeiter den Sarg mit Seilen in die Erde lassen. Für ihn waren das Fakten und Informationen, völlig emotionslos. Für mich war es die pure Erinnerung an einen der schlimmsten Tage in meinem Leben. Aber gerade weil er so klar, so neugierig und kindlich unbefangen war, konnte ich ihm davon erzählen und spürte, wie gut mir das tat.

Ich bin aufgewachsen damit, dass man über den Tod und alles, was damit zu tun hat, nicht viel redet. Das ist schmerzhaft, unschön, schwierig und kein Wort kann etwas richten. Doch an diesem Tag spürte ich, dass es gut und richtig war, alles beim Namen zu nennen und in Worte zu fassen. Es macht die Dinge real, greifbar und tatsächlich. Und das ist der Tod nun einmal. Dann redeten wir über die Familiengräber, die er rundherum sah und wie da Menschen hineinkommen, die später sterben.

Daheim fragte er mich dann noch einmal, wie die Toten im Sarg liegen und führte seine Vorstellung vor. Ob sie die Augen offen haben und wie man die zu bekommt, als ich verneinte.

Ich spürte, dass ihn das Thema beschäftigte. Gleichzeitig war es nur das pure Interesse ohne der Schwere, die wir oft in uns tragen, wenn wir über den Tod reden.

Wir wollen unsere Kinder oft so lange wie möglich vor diesem Thema schützen und es von ihnen fern halten. Tatsächlich ist es aber sinnvoll, ihren Fragen und ihrem Wegweisen zu folgen. Wir müssen nicht von uns aus das Thema ansprechen, wir müssen nur warten, bis die Fragen auftauchen. Oft überlegen wir im Vorfeld: Wie erkläre ich es? Was sage ich? Doch ich habe mich hier erinnert an einen Hinweis, den wir in der Piklerausbildung gelernt haben: Warte auf die Fragen und beantworte diese einfach und klar. Denn diese Fragen deuten uns an, was ein Kind vertragen kann. So haben wir zum Beispiel auch nicht darüber geredet, wo die Toten sind, wenn sie tot sind. Weder über Himmel noch Gott oder irgendwelche anderen Vorstellungen und Phantasien. Herr Klein hat diese nicht angesprochen, ich hatte das Gefühl, dass sich für ihn die Frage nicht stellte, weil er so damit beschäftigt war, dass die Toten begraben sind. Und für mich war das stimmig, auch wenn ich gern an etwas mehr und darüber hinaus glaube. Aber das muss ich ihm nicht überstülpen, solange das für ihn kein Thema ist. Und vielleicht wird es das nie.

Was sind die Fragen, die Eure Kinder im Bezug auf den Tod stellen? Und wie geht Ihr damit um?

 

 

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Das Duden Grundschullexikon – Verlosung

Mitten in den Sommerferien hat man vielleicht wenig Lust sich mit Lernen und Fakten zu befassen. Aber der Schulanfang ist in vielen deutschen Bundesländern nicht mehr weit. Und viele zukünftige Erstklässler sind schon höchst gespannt auf den Schuleintritt. Das passende Geschenk dazu habe ich heute für Euch hier: Das Grundschullexikon von Duden.

Ein Lexikon? Heutzutage?? Steht doch alles auf Wikipedia und in den Weiten des Netzes. Aber gerade mit Kindern in einem Alter, in dem sie (vorzugsweise) noch kein Handy oder Tablet besitzen, finde ich es wertvoll, ihnen das Lernen und Entdecken mit Büchern zu zeigen. Schließlich ist das etwas, was wir selbst wohl nur noch wenig vorleben. So finde ich es schön mittlerweile, wenn Herr Klein eine Frage hat (wovon er tausende hat am Tag) sagen zu können: „Schau in dein Lexikon“. Und da steht wirklich alles sehr einfach und kindertauglich beschrieben.

Das Lexikon beinhaltet auch viele Fotos, Zeichnungen und Karikaturen, was es für Kinder einfach sehr ansprechend macht.

Im hinteren Teil gibt es noch einen Überblick über die Rechtschreibung, Mathematik, Englisch und Sachkunde. Also alle Fachgebiete, die in der Grundschule gelehrt werden.

Als Beilage zum Lexikon gibt es ein Mitmachlexikon mit kleinen Rätseln und Forschungsaufträgen.

Ich verlose heute ein Exemplar des Grundschullexikons für Euch. Alles, was Ihr dafür tun müsst, ist hier einen Kommentar hinterlassen und mir sagen, welches für Euch die bisher herausforderndste Frage Eurer Kinder war.

Ausgelost wird am 6. August 2017. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eine Barauszahlung des Gewinnes ist nicht möglich.

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