Spaß 08/13 – NaturMandala

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Der Frühling ist da. Nichts wie raus in die Natur. Für den heutigen Spaß am Dienstag habe ich eine Aktivität für jung, alt, allein oder gemeinschaftlich gewählt. Ein Mandala in und aus der Natur. 

 

 

 
Dazu braucht es eigentlich nichts, außer einen Schritt ins Grüne. Dort wählt man sich einen ruhigen Ort und eine freie Fläche. Gemeinsam oder allein werden nun Naturmaterialien gesammelt. Steine, Zapfen, Blätter, Blüten, Stöcker… alles, was Mutter Natur hergibt.

Für ein gemeinschaftliches Mandala hab ich unlängst einen Mittelpunkt festgelegt und eine äußere Begrenzung markiert.

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Die Regel war, dass innerhalb der Begrenzung zwar mehrere Personen gleichzeitig legen konnten, diese sich aber nicht unterhalten sollten. Kommunikation ohne Worte. Eine gemeinschaftliche teambildende Übung. Gleichzeitig eine Stilleübung in und mit der Natur.

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Mit Kindern kann es zur Herausforderung werden, wenn man, so wie ich, genaue und klare Vorstellungen hat. Auf gerade Linien und Einhaltung des Kreises achten möchte…

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Allein kann dieses Mandala eine sehr fokussierende, meditative Übung sein.

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Spaß 07/13 – Farbfilm vergessen? Egal!

Hauptsache das Kaleidoskop ist mit dabei. 

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Ich habe eine sehr vage Erinnerung an den Besitz eines Kaleidoskopes in meiner Kindheit. Es war dreieckig geformt, daran erinnere ich mich sehr genau. Und wenn ich heute durch ein Kaleidoskop schaue, kommt in mir immer wieder ein Gefühl des „Altbekannten“ herauf. Sehr wärmend und beruhigend.

Raupe Nimmersatt Kaleidoskop
Raupe Nimmersatt Kaleidoskop

Gleichzeitig finde ich Kaleidoskope magisch. Ein Millimeter – Dreh und eine wundersame Verrückung der Teilchen. Kein Bild gleicht dem anderen. Ein Dreh zurück schafft dennoch Neues. Ständiges Bewegen und Verändern. Ein Bild wundersamer als das andere.

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IMG_4101In meinen Augen sind Kaleidoskope für ALLE ein tolles Spielzeug. Ich habe seit dem Frühlingsbeginn immer eins dabei. Wie viel schöner ist es schließlich beim Warten auf die Straßenbahn statt ins Handy in ein Kaleidoskop zu schauen?

Eintauchen in eine kunterbunte Welt aus Teilchen. Abdriften. Ein wenig die Zeit vergessen. Wunderbar!

Probiert es aus! Wer braucht da noch Fernseher?

 

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Großer Bruder. Kleine Schwester.

IMG_3717Seit 3 Monaten sind wir nun zu viert. Es geht seitdem auf und ab. Gute Tage. Schlechte Tage. Gute Nächte. Und die anderen. Kurz und gut: Es ist kunterbunt im Hause Buntraum. Ich bin froh, dass ich auf einige Dinge im Vorfeld hingewiesen wurde, was das Leben zu viert betrifft. Einige habe ich in den letzten 3 Monaten im Crashkurs gelernt. Über vieles habe ich bereits da und dort geschrieben. Für Euch gibt es nun hier ein kleine Sammlung meiner Erkenntnisse:

 


Große Erwartungen
Kinder reagieren im Vorfeld der Geburt eines Geschwisterchens sehr unterschiedlich. Manche sind gespannt, aufgeregt und in freudiger Erwartung. Manche lehnen das Baby im Bauch schon ab und manche, so wie Herr Klein, äußern sich gar nicht zu dem Thema und zeigen keinerlei Interesse. Aber egal wie – kein Kind kann wirklich ahnen, was es bedeutet, wenn das neue Baby erst einmal da ist. Und wenn es dann so weit ist, sind nicht nur wir überwältigt, sondern auch unsere Kinder. Das kann also bedeuten, dass sie das Baby weniger freudig und jubelnd begrüßen, als wir uns das vielleicht vorgestellt oder gewünscht haben. Wir sollten das dennoch akzeptieren und dem Kind Zeit geben, bis es von sich aus bereit ist, das Geschwisterchen zu begrüßen. Oder auch nur skeptisch anzuschauen. Im Gegensatz dazu kann es sein, dass es anfangs hellauf begeistert ist, dann aber das Interesse verliert an einem Spielkameraden, mit dem man noch nichts anfangen kann. Auch das ist ok.

Rückzug akzeptieren
Gerade als frische Zweifachmutter ist man zwischen Wochenbett und dem älteren Kind hin und hergerissen. Der Neuankömmling braucht uns, wir müssen uns schonen und dennoch wird nach uns verlangt. Mal mehr. Mal weniger. Mal lauter. Mal leiser. Es ist nicht leicht sich zurückzunehmen. Viel zu schnell will man es allen recht machen. Ich habe oft versucht jede freie Minute mit Herrn Klein zu verbringen. Er hat sich darüber gefreut aber viel zu oft musste ich dann mitten im Spiel oder beim Abendritual „davonlaufen“ weil Frau Klein erwachte und hungrig nach mir verlangte. Das hat Herrn Klein oft mehr mitgenommen, als wenn ich von vornherein gesagt habe, dass ich keine Zeit habe. Eine klare Auszeit ist für alle wesentlich leichter hinzunehmen, als die ständige Angst, dass die lustvolle Gemeinsamkeit urplötzlich wieder dahin sein könnte. Vergleichbar ist das mit einem Dienst auf Abruf. Können wir unseren Partner wirklich abends genießen, wenn es sein kann, dass er jederzeit aufspringen und davonfahren muss? Fällt es uns nicht leichter, wenn er ein paar Tage am Stück nicht da ist, wir aber wissen, dass er DA ist, wenn er zurückkehrt?

Also akzeptieren wir lieber, dass wir uns nicht vierteilen und auch nicht klonen können. Und erlauben uns Rückzug, statt übermotiviert über unsere eigenen Füße zu stolpern.

Einer nach dem anderen
Dies war ein Hinweis, den ich bereits zu Beginn meiner zweiten Schwangerschaft erhielt und besonders logisch fand, auf den ich aber wohl allein nicht gekommen wäre.

Nummer 1 muss Nummer 1 bleiben.

Das ältere Kind ist seit Jahren da und hat seinen Platz in der Familie. Es ist die Nummer 1. Von daher ist es wichtig, dass es die Nummer 1 bleibt, auch wenn nun ein zweites Kind einzieht. Denn das zweite Kind hat noch gar keinen Stand in diesem System Familie. Es muss nichts verteidigen und kann sich sehr gut mit Platz 2 abgeben, wenn es nie etwas anderes gekannt hat. Und wenn es von Anfang an erfährt, dass es Platz 2 innehat.

Das heißt nun nicht, dass das ältere Kind immer bevorzugt und das Baby vernachlässigt wird. Sicher gibt es vor allem am Anfang Situationen, in denen das Baby Vorrang hat. Zum Beispiel kann es nicht aufs Essen warten, bis sein älterer Bruder genüsslich seine 2 Brote verspeist hat. Aber es ist hilfreich diese „Rangfolge“ im Hinterkopf zu bewahren und in den Situationen, in denen es uns möglich ist, Nummer 1 den Vorrang zu geben. Und das auch deutlich zu sagen.
„Ich weiß, dass Du eine neue Windel brauchst. Aber ich werde jetzt erst Deinem Bruder beim Umziehen helfen. Dann bin ich für Dich da.“

Vor allem in dem man das so verbalisiert, hört das ältere Kind, dass es in diesem Fall „Vorrang“ hat. Es erkennt seine Position wieder und fühlt sich an seinem Platz.

Hilf mir – wenn Du magst
Sehr häufig ist in Artikeln, in denen es um die Problematik des neuen Geschwisterchens geht, die Rede davon, dass man das ältere Kind soweit wie möglich mit einbeziehen soll. Bei Bekannten von mir führte das so weit, dass der ältere Sohn nicht mehr schlafen konnte, weil er das Gefühl hatte, die ganze Zeit „Auf Abruf“ zu sein und helfen zu müssen, wo es nur geht. Erst, als seine Eltern ihm vermittelten, dass er nachts nichts anderes zu tun habe als zu schlafen, tat er das auch wieder.
Das Einbeziehen in alltägliche Aktivitäten wie Wickeln, Baden und Anziehen können von daher ein Angebot sein. Nichts weiter.
Natürlich haben viele Kinder Interesse daran zu helfen und wollen „wie die Großen“ aktiv am Geschehen teilnehmen. Aber zu schnell gewöhnen wir uns daran und fordern es irgendwann ein. Ein „Nein“ sollte zu jeder Zeit möglich sein dürfen.

Zutrauen
In meinem Post zum Thema „Zutrauen und Zulassen“ habe ich davon geschrieben, dass wir unseren Kindern von vornherein Dinge oft gar nicht zutrauen. Das gilt auch für die Vorsicht und Sanftheit im Umgang mit einem Säugling. Als Frau Klein einzog hatte ich genau davor Angst – wie wird dieser wilde knapp Dreijährige mit so einem kleinen Wesen umgehen ? Doch ich war überrascht. Er war anfangs sehr zärtlich und sanft. Natürlich gibt es Momente, in denen er etwas zu wild daherkommt, sie erschreckt oder zu fest drückt. Doch meistens ist er vorsichtig. Anfangs war der Drang da, ihm bei jedem Ansatz einer Berührung mit Frau Klein zu sagen: „Sei vorsichtig!“ Doch wo führt das hin? Dass wir ihm das Gefühl geben, ihm nicht zuzutrauen, dass er sanft sein kann. Dass wir ihn ständig in seiner Euphorie einbremsen. Und das ist sehr traurig für ein Kind. Wichtiger ist es also, in der Nähe zu bleiben und genau zu beobachten. Wie reagiert das Baby darauf? Säuglinge halten zum einen viel mehr aus, als man vor allem beim ersten Kind noch glaubt. Zum anderen kann man immer noch rechtzeitig sagen: „Das war jetzt zu fest.“ oder „Das gefällt ihr nicht.“
Auf diese Weise spricht man beide Kinder gleichzeitig an, ohne ein Kind direkt zu beschuldigen. Statt „Hör auf Du tust ihr weh!“ kann man sagen: „Schau, das tut ihr weh.“

Dich trag ich. Dich nicht.
Schon in der Schwangerschaft müssen wir meist einsehen, dass wir nicht mehr so schwer heben und tragen können. Unsere Kinder leiden da oft sehr darunter. Noch schwieriger kann das werden, wenn das neue Baby dann da ist und immer getragen wird.

Eine Freundin, die in einem Kindergarten arbeitet, hat folgendes beobachtet.
Ein Mädchen tat sich sehr schwer mit der neuen Schwester in der Familie. Wenn ihre Mutter kam um sie abzuholen, schaute das Mädchen auf, blickte zu ihrer Mutter, als nächstes auf die Schwester in der Trage vor der Brust der Mutter und wandte den Blick wieder ab. Sie lief nicht zur Mutter, wollte teilweise gar nicht mit nach Hause gehen.“

Wenn es uns möglich ist, sollten wir versuchen den Kinderwagen ins Spiel zu bringen. Vor allem wenn wir beobachten, dass es unseren älteren Kindern schwer fällt, sich damit abzufinden, dass das Baby so viel Zeit mit Mama verbringt.
Bei schlechtem Wetter hole ich Herrn Klein auch mit Frau Klein im Tragetuch ab. Einfach weil wir dann flexibler die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen können und weniger durch die Kälte marschieren müssen. Ich habe allerdings auch bei ihm beobachtet, dass er dann viel schneller verärgert und wütend reagierte, schrie oder mich angriff, als wenn Frau Klein im Kinderwagen lag.

Und weil gestern der Artikel „prokuscheln“ die Runde machte – hier ein Beispiel, wie man einfach mal von der normalen Route abbiegen kann:
Wir kamen vom Kindergarten, Herr Klein war sichtlich müde und erschöpft. Bis in den dritten Stock zu gehen fiel ihm sehr schwer. Er jammerte alle paar Stufen „anstrengend.“ Ich hatte die Babywanne mit Frau Klein drin in der Hand und keuchte selbst. Und hätte am liebsten gesagt „Jetzt geh einfach schnell, dann isses geschafft.“ Stattdessen atmete ich tief durch und stellte im 2. Stock die Babywanne ab, nahm Herrn Klein auf den Arm und trug ihn hinauf bis zu unserer Wohnungstür. Dann holte ich die Babywanne. Es war eine kleine Handlung, aber für ihn mit großer Wirkung: Ich werde gesehen. Ich werde verstanden.

Sehen und Verstehen
Herr Klein hat mit der Geburt von Frau Klein begonnen uns anzubrüllen. Oder auch sie. Dann baten wir ihn aufzuhören, was dazu führte, dass er noch mehr brüllte oder uns anspuckte. Oder sie. Was dann dazu führte dass ich entweder gleich ausflippte, oder ihn anschrie er solle nicht so schreien oder spucken. Ein Rad, ein erbärmliches, was nicht aufhört, sich zu drehen.

Eines Tages dann las ich im „Siblings without rivalry“, dass wir, wenn die Kinder ihren Geschwistern weh tun oder weh tun wollen, sehen sollten, was in diesem Moment hinter dieser Handlung steckt, statt die Handlung an sich sofort stoppen zu wollen. Und in dem Moment ging mir ein Licht auf. Das Brüllen, das Spucken waren alles hilflose Handlungen im Affekt. Herrn Klein fehlte einfach die Sprache um auszudrücken, dass er frustriert, verärgert, traurig, enttäuscht, verängstigt etc. war. Wenn er nun brüllt, trete ich einen Schritt zurück. Ich versuche die Situation zu erkennen und sage „Es nervt, dass ich Deine Schwester schon wieder stillen muss, statt mit Dir zu spielen, stimmts?“ Was folgt, ist meist ein daumenlutschendes Nicken.
Schreien, Brüllen und Spucken sind seitdem sehr viel weniger geworden.

Und das warst Du!
Ein Fotoalbum des älteren Kindes kann hilfreich sein dem Kind zu zeigen: „Du warst auch mal so klein. Dich haben wir auch mal so getragen / gefüttert / gebadet etc.“ Man kann das Thema klein / groß so ganz einfach untermalen.
Vor allem 2,5 – 3 Jährige fallen mit der Entwicklung des Ich-Bewusstseins wieder in die Babyrolle zurück. Sie schwanken sehr zwischen klein und groß sein. Sie wollen wieder Baby sein, wollen krabbeln, getragen werden, im Liegen gewickelt werden. Das ist eine normale Entwicklung und kein Grund zur Sorge. Mit Hilfe von Babyfotos kann man darauf eingehen und mit dem Kind darüber reden.

„Ja, danke!“
Immer wieder erlebe ich, dass Menschen, denen Hilfe angeboten wird, diese ablehnen und selbst „durchbeißen“. Ich selbst habe in der Schwangerschaft immer wieder angebotene Sitzplätze in der UBahn abgelehnt. Und mich dann geärgert. Aber mir war es unangenehm. Warum ist das so?

Auch von der älteren Generation hören wir immer wieder „Ja wir mussten damals auch… und wir hatten keine Wäschetrockner / Putzfrau / helfenden Ehemänner“.
Ja, das ist hart und traurig. Aber sollen wir nur, weil sie es damals auch geschafft haben, heute auf das verzichten, was uns möglich ist? Nein. Also springen wir über unseren Schatten und bitten wir um Hilfe und nehmen diese an !!!

Kein Kind hat etwas von einer Mutter, die eigentlich total erschöpft ist und ihre Ruhe haben will, dennoch aber in Gedanken an die ungeputzten Fenster Bücher vorliest.

„Siblings without rivalry“
ALLEN Mehrfacheltern kann ich dieses Buch nur wärmstens ans Herz legen. Es beinhaltet so viele wertvolle Hinweise und Ratschläge für alle Geschwistersituationen von Anfang bis ins hohe Teenageralter, basierend auf Erzählungen aus Gesprächsrunden mit Eltern. Es ist ein wahrer Schatz und ich werde sicher in den nächsten Jahren immer und immer wieder darin lesen.

„Siblings without rivalry“ – Adele Faber und Elaine Mazlish

 

Nun, ich möchte behaupten dass wir noch immer am Anfang stehen. Und ich viele Dinge erst noch erkennen und sehen muss. Aber diese oben genannten Hinweise haben schon sehr viel bewirkt. Deshalb wollte ich sie mit Euch teilen.

Wie ging es Euch mit den neuen Babies im Haus ? Wie haben die Geschwister reagiert ? Was hat Euch geholfen ? Erzählt !

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