Biblio 08/13 – Mit Kindern wachsen

IMG_5212Seit der Geburt von Herrn Klein beziehen wir die Zeitschrift „Mit Kindern wachsen“ vom Arbor Verlag. Sie erscheint leider nur 4x im Jahr. Für uns mich Leserin fast zu selten. Aber dafür hält sie inhaltlich eine hohe Qualität.

 

 

 

 
Die Inhalte der „Mit Kindern wachsen“ reichen vom Thema Geburt bis hin zur eigenen „Erziehung“. Es geht hauptsächlich um die achtsame Begleitung unserer Kinder, um die Eltern-Kind-Beziehung, aber auch um uns als Eltern selbst. Was wir tun können, um gut mit unseren Kindern leben zu können. Wie wir alle gemeinsam sein können. Wachsen.

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Sie folgt nicht einer Richtung, sondern schweift durch verschiedene „Stile“ und versucht, neue Perspektiven aufzudecken.

Hinzu kommt, dass die Zeitschrift an sich eine gewisse Ruhe ausstrahlt. Sie ist nicht vollgepflastert mit kunterbunter Werbung für alles, was zahlt und was weder Eltern noch Kinder brauchen. Im Gegenteil. Die Werbung, die drin steckt, ist Eigenwerbung vom Arbor Verlag auf der Rückseite und eine kleine Anzeige vom Spielzeugmacher ganz hinten.

Die Fotos sind nicht gestellt, sondern aus dem Leben. Leser können selbst ihre Fotos einschicken für die Datenbank, und der Verlag verwendet sie für die Artikel, zu denen sie passen. Dadurch wirkt alles sehr natürlich. Und schön.

Es gibt grundsätzlich einen Teil, der saisonale Aktivitäten und Spiele vorschlägt und beschreibt.

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Rundum also eine wundervolle Bereicherung im Leben mit Kindern, die auch gar nicht viel kostet. Für das Jahresabo zahle ich €32,-. Lieben Freunden habe ich so ein Jahresabo auch schon zur Geburt geschenkt.

Darüber hinaus gibt es aber auch die Möglichkeit einen Großteil der Artikel auf der Webseite von „Mit Kindern Wachsen“ online zu lesen. Ich hingegen finde es jedoch schön, hin und wieder auch mal ein paar Buchstaben ganz altmodisch von Papier zu lesen.

Schönes Wochenende !

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Beobachten

IMG_5202Magda Gerber schreibt in ihrem Buch „Dein Baby zeigt Dir den Weg“ am Anfang:
„Erfreuen Sie sich mehr an Ihrem Baby, arbeiten Sie weniger“ – Die etwas holprige Übersetzung für: „Observe more, do less, enjoy most.“ 
Damit meinte sie vor allem, anstatt mit dem Säugling / Kleinkind zu spielen, es zu unterhalten solle man sich zu ihm zu setzen und beobachten. Es kennenlernen und wahrnehmen „Was kann mein Kind? Wo steht es gerade? Womit beschäftigt es sich?“

Diese Art von Beobachtung wird vor allem in den Piklerspielräumen praktiziert. In dem die Eltern dazu eingeladen werden, sich am Rand sitzend ruhig mit aller Aufmerksamkeit dem Kind zu widmen. Wortlos. Ohne Handlung. Einfach da sein und zuschauen. Die Welt rundherum ausschalten. Beobachten. Etwas, was uns daheim oft so schwer fällt.

Dabei gilt es auch zu der Einstellung zu gelangen, zu sehen, was das Kind gerade kann und tut anstatt immer wieder zu schauen „Was kommt als nächstes?“ und „Wann kann es das?“ Den Vergleich zu Normtabellen und anderen Kindern im gleichen Alter abzustellen und ganz beim eigenen Kind zu bleiben.

Ich habe allerdings im Laufe der letzten Monate gelernt, dass dieses Beobachten nicht nur hinsichtlich der Entwicklungsschritte hilfreich und bereichernd sein kann. Sondern auch, wenn wir gegen den Baum gefahren sind. Wenn wir irgendwo anstehen und nicht weiter wissen. Dann ist es gut innezuhalten und zu beobachten. Den Film anhalten und aus der Leinwand heraustreten. Wenn wir uns unter die Zuschauer mischen und die Situationen, die uns so schwierig erscheinen, einmal von außen beobachten, erkennen wir oft, wo wir falsch abgebogen sind. Welche Türen wir nicht wahrgenommen haben.

Herr Klein hatte vor allem kurz nach der Geburt seiner Schwester sehr mit der Umstellung zu kämpfen. Nur durch langsame Beobachtung sind wir dahinter gekommen, was die eigentlichen Probleme waren. Und konnten einen Kreislauf durchbrechen. In den letzten Tagen ist uns aufgefallen, dass wir uns schon wieder mitten in so einer Abwärtsspirale befinden. Und so hat Herr Groß seine Beobachterbrille aufgesetzt und bereits wieder erkannt, wo einige (wesentliche) Gründe für das Verhalten von Herrn Klein ruhen. Das ist dann nicht immer das, wonach wir eigentlich gesucht haben. Und auch nicht die Lösung des eigentlichen Problems. Aber oft eben der Moment des Umbruchs, in dem wir erkennen, was wir wo anders machen können. Das Schöne am Kinderhaben ist ja, dass wir immer eine zweite Chance bekommen.

Und nein, diese Beobachtung findet nicht immer an einem Tag ihre Erkenntnisse. Oft dauert es mehrere Tage oder sogar Wochen um gewisse Muster im Verhalten aller zu erkennen. Eingefahrene Abläufe oder eingeschlichene Gewohnheiten wahrzunehmen. Um all das zu erkennen und als Anlass zu nehmen, aktiv etwas zu ändern, sind einige wichtige Schritte notwendig:

1. Erkennen, dass etwas „schief“ läuft. Dass es ein Problem gibt. Und vor allem: Wer damit ein Problem hat – das Kind? Wir? Oder alle ?

2. Die Bereitschaft, etwas zu ändern.

3. Die Akzeptanz, dass es möglicherweise an uns liegt, dass die Situation so ist, wie sie ist. Das klingt nämlich oft leichter, als es in Wirklichkeit ist.

4. Die Geduld aus Situationen herauszutreten, innezuhalten und zu beobachten. Zurückzuspulen und von außen zuzuschauen. Statt Schauspieler einmal Kritiker sein.

5. Selbstreflexion.

6. Aktive Änderung am eigenen Verhalten, an gewissen Abläufen oder inneren Einstellungen.

Ein langer Prozess, in dem die Beobachtung eine wesentliche Rolle spielt. Ohne der all die anderen Schritte ungehalten in der Luft baumeln. Aber letztendlich ist diese Beobachtung auch das Spannende im täglichen Leben mit Kindern. Sie öffnet uns so viele Türen. Es liegt nur an uns, das richtige Hütchen zu erkennen, unter dem der Schlüssel liegt.

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Spaß 13/13 – Old McKlein had a Farm

IMG_5185Zu Weihnachten bekam Herr Klein von Oma und Opa den Playmobil Bauernhof Adventskalender. Bis auf das Pferd und die Schubkarre hätte ihn das ganze Kleinzeug nicht weniger interessieren können. Also landete alles in einer Kiste im Schrank. Für später.

Später ist jetzt. Herr Klein ist letzte Woche nach der Ersteigerung eines Duplo Schafes im Bauernhof Fieber gelandet. Oma faselte was von „naja vielleicht zu Weihnachten der Duplo Bauernhof“. Weihnachten! Im Leben von Herrn Klein ist das Lichtjahre entfernt.

Ich bin ja eher dafür, dass man – soweit möglich – auf die Interessen des Kindes jetzt eingeht. Und nicht an vorgegebenen Feiertagen. Heißt nicht, dass er ständig neue Spielsachen gekauft bekommt. Im Gegenteil. Ich schaue, wie ich seine Bedürfnisse preisgünstig befriedigen kann.

Und dieses Mal sah das so aus:

Es war einmal ein Schuhkarton, dem ein Stanley Messer in den Weg kam…

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Der dann mit Zeitungspapier und Kleber verstärkt wurde. Für den Kleber koche ich immer nur Mehl und Wasser kurz auf, lass es abkühlen, fertig ist das klebrige Zeug.

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Angemalt und fertig.

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Ich habe den Bauernhof bewusst simple gehalten. Den Rest macht die Phantasie. Und mal schauen – nach unserem Umzug werden sicher einige Kartons herumliegen. Es gibt ja noch genügend Gebäude und Szenarien, die man so einfach und schnell entwerfen kann. Je älter das Kind – umso mehr kann es mitbestimmen oder selber mitmachen und gestalten.

Wie macht Ihr das ? Gibts bei Euch all sowas gekauft / geschenkt ? Wieviel gibts zwischendurch, wieviel an Geburts- und Feiertagen ?

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