12 von 12 im Dezember

Der letzte 12er in diesem Jahr. Man merkt es, es wird ruhiger überall. Und auch ich tue nur noch das Nötigste, will Dinge abschließen und freue mich auf die Feiertage. Aber ein bissi Arbeit liegt noch im Weg…

Der Morgen beginnt damit dass Herr Klein seine Socke am Adventkalender öffnet. Wir wechseln jeden Tag ab, heute ist er dran. Versteckt drin ist ein kleines Heftchen mit ein paar Kindersudokus. Weil er mir immer zuschaut bei meinen, die aber zu schwierig findet. So macht er statt zu frühstücken Sudokus. Nungut.

Halb 8 sind die Kinder mit dem Liepsten aus der Tür und ich kann in Ruhe frühstücken und mich der Arbeit widmen. Ich versuche mal wieder ein warmes Frühstück, so ganz komme ich damit nicht zurecht. Oft dauert mir die Zubereitung zu lange, dann schmeckts mir nicht… Aber mir ist oft so kalt und ein wenig mehr Wärme würde mir gut tun. Nunja.

Der Vormittag schleicht dahin. Mal wieder schneller als mir lieb ist, aber ich schaffe doch so einiges. Gegen 12 geht’s dann zum kleinen Mittagstisch bei einer Nachbarin. Immer wieder gemütlich und köstlich.

Danach geht’s auf die Kinder einsammeln im Kindergarten.

Miniklein hat wenig geschlafen und ist seeeehhhr verkuschelt.

Danach direkt zur Schule. Herr Klein kam ja in letzter Zeit oft allein nach Hause, aber nun gab es einen Vorfall, wo eine Schulkollegin verfolgt wurde. Es ist nichts passiert, aber die Polizei wurde informiert und wir gebeten die Kinder vorerst nicht allein nach Hause gehen zu lassen. Ich warte also vor der Schule mit dem Lastenrad auf ihn…

Daheim wie immer erst einmal Mittagstief bei mir. Füße hoch und ein paar Runden an meinen Spiralsocken weitergehäkelt.

Herr Klein macht seine Hausübungen und Frau Klein schaukelt sich singend in den Nachmittag. Und Miniklein, der turnt irgendwo dazwischen umher.

Als meine Energie zurückkehrt widme ich mich meinen Kalendern für 2018. Von Klarheit habe ich mir einen großen Jahresplaner für die Wand besorgt, damit ich einen guten Überblick habe. Der wird schon recht hübsch bestückt mit den Terminen des ersten Vierteljahres.

Die Kinder fangen an zu streiten, also weichen wir aus in den Spielraum im Erdgeschoss. Dort finden wir auch noch Reste vom großen Mittagstisch, so dass ich meine Abendessenkochpläne streichen kann. Sehr praktisch.

So kann ich, als wir wieder raufkommen, mal ein paar Zeitschriften wälzen für das Visionboard für 2018. Mal sehen wann ich Zeit finde das zu gestalten.

Nun sind 2/3 Kindern im Bett. Eines kam wieder hinaus und hockt noch auf dem Sofa herum. Ich beende den Tag, wie ich ihn begonnen habe. Mit etwas Tee und etwas Arbeit und dann noch etwas Weihnachtspost.

Gute Nacht!

Mehr 12von12 gibts drüben bei Draußen nur Kännchen

Flattr this!

Meine Konstante, mein inneres Feuer und ein Geschenk für Euch!

Ich nehme ja momentan am E-Course „30 Days of Yule – A daily sacred pause to welcome the Return of the sun“ teil. Das ist ganz zauberhaft, da bekommt man jeden Tag eine Inspiration geschickt und am Ende einen kleinen Gedankenanstoß, eine Aufgabe, die man in Wort, Kunst oder Foto umsetzen kann.

Im gestrigen Email ging es um das, was uns den kalten Winter hindurch warm hält, was in uns brennt. Etwas, was unser Leben lang in uns steckt, unsere Konstante. Naja, zumindest ist es das, was ich aus dem Text herausgelesen habe, das ist ja auch immer ein Stück Interpretation.

Die Aufgabe war am Ende zu überlegen:

Who or what keeps you warm throughout the coldest winter? Who or what is ever-constant in your life?

Da brauche ich nie lange überlegen. Das WAS ist immer sofort da. Es ist das Schreiben. Gerade in den letzten Tagen habe ich ein altes halbfertiges (naja, viertelfertiges) Manuskript ausgegraben und beschlossen daran weiterzuschreiben, weil es so schade ist, wenn es hier irgendwo in diesem technischen Ding feststeckt. Eingeklemmt unfertig.

Das Schreiben ist meine Leidenschaft, der ich viel zu selten nachgehe. Vor allem im Sommer komme ich oft ganz davon ab, da bin ich zu viel unterwegs und draußen. Aber im Winter kehre ich gern zu den Worten zurück, stricke Sätze und knüpfe diese zu Geschichten. Ich spinne Fäden, mal rot, mal endlos wirr. Ich liebe den Tanz mit den Wörtern. Das Herumhüpfen im Satz, bis er verdreht perfekt ist. Oder einfach nur schön.

Und weil ich so voller Freude und Dankbarkeit bin zur Zeit, möchte ich Euch heute einige meiner Texte schenken. Meine Polatexte *. Ich habe diese in den letzten Jahren geschrieben und 2016 auf Books on Demand veröffentlicht.

Und heute habe ich sie hier für Euch als Download parat.

Achtung! Das Download ist nur eine Woche verfügbar, dann verschwindet es wieder! Ich wünsche Euch derweil viel Freude beim Lesen, macht es Euch gemütlich, genießt die Stille des Yule, lasst Euch in andere Gefilde entführen und tankt wärmende Gemütlichkeit!

Alles Liebe,

Nadine

*Amazon Partnerlink

Flattr this!

Familientag :: Miteinander gemeinsam

Der Alltag hat unser Leben ziemlich im Griff. Morgens dreht sich alles darum, dass drei Kinder pünktlich mit dem Schulkind aus dem Haus kommen. Abends schläft Miniklein meist schon, wenn der Liepste aus dem Büro kommt. Und wenn ich einen Abendtermin habe, geben wir uns hier die Klinke in die Hand. 

Die Wochenende beginnen meist organisatorisch. Einkäufe. Essensplanungen. Eventuelle Wohnungsverrichtungen wie Wandmalereien oder ähnliches müssen eingeplant werden. Manchmal muss ich am Wochenende was arbeiten, da brauche ich Ruhe und der Liepste eine Idee, was er mit den Kindern anstellt. Dazwischen laufen hier gern mal 6-8 Kinder durch die Wohnung, wovon dann doch nur ein Bruchteil uns gehört. Dann stehen Ausflüge oder Kindergeburtstagsbesuche an, wo wir uns auch mal aufteilen. Und irgendwann kommt dann der Punkt, wo ich mir Zeit in Ruhe mit der Familie wünsche. Ohne andere Kinder. Ohne Verpflichtungen nebenher. Ohne Aufteilungen. Alle zusammen miteinander.

Die Adventsonntage haben wir dafür fix vorgesehen. Das hat bei Herrn Klein heute früh erstmal für einen Wutausbruch gesorgt. Aber das hat uns nur gezeigt, wie wichtig das mal wieder für uns alle ist. Wie sehr uns der Alltag manchmal auseinander treibt.

Und dann haben wir da nicht einmal viel vor. Das ist auch gar nicht der Punkt. Ich finde es geht gar nicht immer darum, dass man als Familie etwas Tolles erlebt. Es geht vielmehr darum, dass man mal bewusst beisammen ist. Miteinander. Zeit hat. Ruhe. Interesse aneinander.

Im Adventkalender der Kinder, den sie sich teilen so dass jeden Tag ein anderes Kind aufmachen darf, haben wir für die Sonntage Zeitgeschenke drin. Letzte Woche war das unser chaotisches Plätzchenbackevent. Heute war es das Kerzenrollen. Am Vormittag schien aber die Sonne, da haben wir uns alle erst einmal gelüftet und sind einfach auf einen Spielplatz gegangen. Für mehr ist es auch zu kalt, weil Miniklein auch noch nicht genug allein unterwegs ist, schon gar nicht, wenn er wie ein Michelinmännchen umhertapst. Nach dem Mittagessen haben wir dann die Kerzen gerollt, Miniklein hat Wachsplatten „gefaltet“ und der Liepste hat uns mit Kaffee und Kakao versorgt. Danach haben wir noch einen Film geschaut, dann begann das sonntägliche Kinderbaden. Miniklein hat noch einen Haarschnitt bekommen, oder zumindest ein paar lange Fusseln entfernt und dazwischen sind wir einfach durch die Wohnung gekugelt und die Kinder haben in unterschiedlichen Konstellationen ganz harmonisch miteinander gespielt. Es gab viel weniger Streit und viele schöne Momente.

Diese Familientage setzen wir immer öfter ganz bewusst ein, wenn

  • die Kinder vermehrt streiten
  • die Wochen vor allem abends recht voll sind, was uns generell sehr stresst
  • das Kinderzimmer ausschaut wie ein Hubschrauberlandeplatz, weil sich da über Tag hinweg zig Kinder ausgetobt haben.

Vielleicht ist unsere Situation hier im Haus auch etwas spezieller. Weil die Kinder eben so viel unterwegs beziehungsweise besetzt sind. Herr Klein blockiert dann mit ein paar Kindern das Spielzimmer, Frau Klein weicht gern zu anderen Kindern aus. Ich muss schauen wer wo ist, es geht die Tür stetig auf und zu, dazwischen Miniklein. Gerade unter der Woche reizt das meine Nerven sehr. Die Kinder treibt es auseinander, sie sind manchmal schon recht überladen vom stetigen Kinderwahnsinn nach Schule und Kindergarten hier auch noch. Da bin ich oft froh, wenn ich abends alle rausschmeißen, meine Kinder einsammeln kann und wir gemeinsam beim Abendessen sitzen.

Und so beobachte ich an solchen Familientagen immer wieder, dass:

  • unsere Kinder sehr enger und harmonischer spielen
  • wir viel öfter lachen und Blödsinn reden
  • wir uns am Abend nicht so erschlagen fühlen
  • schöne Gespräche, vor allem auch mit den Kindern, entstehen
  • ich das Gefühl habe allen besser gerecht zu werden.

Nun beginnt morgen eine neue Woche. Ein paar Termine stehen schon wieder im Kalender, aber es sind schöne und angenehme. Und für nächsten Sonntag müssen wir noch die Eislaufschuhe entstauben, denn da wollen wir gemeinsam zum kleinen Wiener Eistraum. Aber psst, das erfahren die Kinder ja erst am Sonntag im Adventkalender!

Wie holt Ihr Euch aus dem Alltag ein bisschen in die Gemütlichkeit und das Miteinander zurück? 

 

Flattr this!

Latest from Instagram

Copyright © 2017 · Theme by 17th Avenue